Ausbildung und Beruf


 In Kürze

  • Glückauf-Grundschule Kamen
  • Carlo-Schmid-Gesamtschule Kamen, Abitur
  • Ruhr Universität Bochum, Staatsexamen für die Lehrämter der Sekundarstufen II und I in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaft
  • Tätigkeit als freier Mitarbeiter im betrieblichen und außerbetrieblichen Sozialwesen des Steinkohlenbergbaus
  • Jugendbildungsreferent, SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen
  • Bis zur Direktwahl in den Deutschen Bundestag (Herbst 2009): Referent im Schulministerium Nordrhein-Westfalen

 

Wie kam es dazu?

Ich wurde am 8. August 1970 in Kamen geboren und entstamme einer typischen Bergarbeiterfamilie. Mein Vater war Bergmann auf der Zeche Monopol in Kamen und meine Mutter für die Familienarbeit zuständig. Aufgewachsen bin ich am Kamener Kalthof, einer typischen Wohnsiedlung aus den 50er Jahren. 

Mit Familie im Jahr 1975

Mit Familie im Jahr 1975

Nach der Einschulung in die Glückaufschule in Kamen haben meine Eltern sich bewusst dafür entschieden, dass ihre Kinder die Kamener Gesamtschule besuchen. Ich selbst habe dort in der Schülervertretung meine ersten politischen Erfahrungen gemacht.

Nach dem Abitur habe ich meinen Zivildienst im AWO-Seniorenzentrum Unna abgeleistet. Im Alter von damals 20 Jahren habe ich dort den Pflegealltag eines Altenheims kennen gelernt.

Nach dieser Etappe habe ich ein Studium für das Lehramt an der Ruhr-Universität Bochum in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaft aufgenommen und mit dem Staatsexamen für die Lehrämter der Sekundarstufen II und I abgeschlossen. Parallel zum Studium habe ich in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Länger war ich im Sozialwesen der Betriebe des Steinkohlenbergbaus beschäftigt. Im Rahmen von freizeitpädagogischen Maßnahmen, Siedlungsarbeit, Familienarbeit (z.B. Familien mit behinderten Kindern) und betrieblicher Sozialarbeit war ich unter anderem bei der Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung tätig.

Nach dem Studium folgte die Anstellung als Jugendbildungsreferent beim SPD-Landesverband Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, wo ich das Landesbüro der Jusos NRW leitete.

Vor mittlerweile sechs Jahren blieb ich zwar beruflich in Düsseldorf, wechselte aber in das damalige Ministerium für Schule, Jugend und Kinder (heute: Ministerium für Schule und Weiterbildung) als Referent. Meine Aufgaben waren zunächst Grundsatzangelegenheiten und das Abfassen von Reden für die damalige Ministerin Ute Schäfer. Nach dem Regierungswechsel blieb ich zunächst im Grundsatzbereich, wo ich knapp zwei Jahre das Modellvorhaben Selbstständige Schule begleitete, das auch im Kreis Unna an 11 Modellschulen durchgeführt wurde. Danach arbeitete ich in der Dienststelle Soest des Ministeriums (früheres Landesinstitut für Schule, das in das Ministerium integriert wurde) im Referat für Grundsatzfragen der Standardüberprüfung und nationale und internationale Vergleichsstudien. Meine Aufgabe dort lag in der Begleitung und Organisation von Verfahren wie den Lernstandserhebungen oder der PISA-Studie. Kurz vor meiner Wahl in den Bundestag im September 2009 wurde ich durch die Ministerin zum Oberregierungsrat ernannt.