Presse und Co. – Seite 63 von 76 – Oliver Kaczmarek, Md

Alphabetisierung: Bund muss Grundbildungsoffensive jetzt auf den Weg bringen

Anlässlich des Weltalphabetisierungstages erklären der bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann und der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek:

Deutschland braucht eine konzertierte, gesamtgesellschaftliche und beherzte Grundbildungsoffensive. Daher unterstützt die SPD-Bundestagsfraktion einen „Alpha-Pakt“ und fordert Bund, Länder und Kommunen sowie Gewerkschaften und Sozial- und Fachverbände auf, gemeinsam voran zu gehen. Die Zukunftschancen vieler Betroffenen hängen davon ab.

Denn 7,5 Millionen Menschen in Deutschland gehören zu der Gruppe der „funktionalen Analphabeten“. Sie leben in der ständigen Angst, den Anschluss an unsere Gesellschaft zu verlieren. Diese Situation ist für ein hochentwickeltes Industrieland beschämend.
Der von Schavan vorgelegte Haushaltsansatz von 8,5 Millionen Euro für die Alphabetisierungsforschung ist unzureichend und zielt nicht auf aktive Hilfe für die Betroffenen. Die SPD wird bereits für den Haushalt 2012 zusätzlich 20 Millionen Euro für echte Fördermaßnahmen beantragen. Wir hoffen, dass die Koalitionsfraktionen jenseits aller Parteiprofilierung hier zustimmen werden. Das kann aber nur ein Einstieg sein. Angesichts der hohen Zahl betroffener Menschen braucht es eine klare Aufwuchsperspektive, um die benötigten Kursplätze schnell und qualitativ ausbauen zu können.

Immerhin hat Frau Schavan jetzt offensichtlich ihre Skepsis überwunden und ein breites Eckpunktepapier vorgelegt. Wichtig ist nun, dass man schnell zu Ergebnissen kommt, damit die Hilfen umgehend die Menschen erreichen. „Luftschlösser“ müssen vermieden werden. Unrealistische Erwartungen – etwa an die Finanzkraft der Länder und Kommunen sind nicht hilfreich.

Gerade angesichts der eigenen Probleme vor Ort darf die internationale Solidarität nicht aus dem Blick geraten. Analphabetismus bleibt weltweit neben der Armut und mangelnden Ernährung die größte Herausforderung für eine humane und positive wirtschaftliche Entwicklung. Bei allen eigenen Herausforderungen in der Grundbildung dürfen wir nicht nachlassen und müssen unsere Anstrengungen verstärken, den Analphabetismus weltweit zu überwinden. Für die SPD haben die betroffenen Menschen einen moralischen Anspruch auf unsere Solidarität und Unterstützung.

Willkür bei der Genehmigung von Mutter-/Vater-Kind Kuren

Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek: Krankenkassen missachten Rechtsanspruch der Eltern

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek kritisiert die umstrittene  Bewilligungspraxis der Krankenkassen bei den Mutter/Vater-Kind-Kuren. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Mutter-/Vater-Kind-Kuren gehen seit zwei Jahren zurück. Im Jahr 2009 sind nach Angaben der Bundesregierung die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 6,01 Prozent rückläufig gewesen. Für das Jahr 2010 sei nach vorläufigen Ergebnissen ein Ausgabenrückgang von 9,18 Prozent festzustellen.

Ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofes kommt zu dem Schluss, dass Krankenkassen die Kuren nach unterschiedlichen Maßstäben bewilligen und somit insgesamt weniger Kuren genehmigt werden. „Der Bundesrechnungshof hat mit haarsträubenden Fallbeispielen schwarz auf weiß belegt, dass die Krankenkassen den Rechtsanspruch der Eltern auf Mutter/Vater-Kind-Kuren schlichtweg missachten. Willkür und Beliebigkeit wird den Krankenkassen attestiert. Das darf sich der Gesetzgeber nicht bieten lassen“, meint Oliver Kaczmarek.

„Die SPD hat während ihrer Regierungszeit Mutter/Vater-Kind-Kuren als Pflichtleistung ins Gesetz geschrieben, damit die Patienten Rechtssicherheit haben. Was viele Kassen jetzt veranstalten, ist das Gegenteil davon”, so Kaczmarek. „Die Kur-Kliniken spüren die Folgen der willkürlichen Genehmigungspraxis inzwischen deutlich. Einbrüche bei den Patientenzahlen sind die Folge. Das ist für viele Einrichtungen existenzbedrohend.“

Vor diesem Hintergrund haben SPD, CDU/CSU, FDP und Grüne einen Antrag im Bundestag gestellt. Der gemeinsame Entschließungsantrag dient der Stärkung der Betroffenen. Er fordert die Verantwortlichen auf, bis spätestens Ende 2011 für ein transparentes und nachvollziehbares Bewilligungsverfahren Sorge zu tragen, sowie die Erarbeitung einheitlicher und verständlicher Antragsvorducke. Zudem wird klargestellt, dass für die Gewährung von Mutter-Vater-Kind-Kuren ambulante Maßnahmen nicht zwingend auszuschöpfen sind. Über die getroffenen Maßnahmen wird sich der Ausschuss für Gesundheit im März 2012 schriftlich Bericht erstatten lassen.

Kostenlose Beratung zu Ihren Rechten und Handlungsmöglichkeiten können Patientinnen und Patienten durch die Unabhängige Patientenberatung erhalten. Die Unabhängige Patientenberatung unterhält 21 regionale Beratungsstellen. Informationen erhalten Sie unter www.upd-online.de oder telefonisch unter 0800 0 11 77 22.

Besuch in der Altenpflegeeinrichtung „Hans-Jürgen-Janzen-Haus“ in Frömern

MdB Oliver Kaczmarek: „Arbeit, die mit und für Senioren geleistet wird, muss von der Gesellschaft mehr anerkannt werden“

Hintergrund des Besuches des SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek im „Hans-Jürgen-Janzen-Haus“ in Frömern war eine begrüßenswerte Initiative der SPD-Fraktion im Berliner Parlament, die zum Ziel hatte, die Abgeordneten mit Einrichtungen im Pflege und Gesundheitswesen intensiver vertraut zu machen.

Zusammen  mit dem MdB Dieter Wiefelspütz aus Lünen ist es ebenfalls die Intention von Oliver Kaczmarek  den Themenbereich „Lebensentwürfe im Alter“ stärker in den Fokus der Gesellschaft zu bringen. Beide möchten sich im Bundestag und mithin auch in der Bevölkerung für ein „Menschenwürdiges Leben für Senioren durch Stärkung des Gemeinsinns“ einsetzen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema möchten sie neue Perspektiven entwickeln für Senioren, aber auch für die, die sie pflegen und sich beruflich, ehrenamtlich oder in der Familie für sie einsetzen.

Bei einem Rundgang durch das barrierefreie Haus der Senioreninitiative Frömern e.V. zusammen mit Hausleiterin Jutta Lange und Pflegedienstleiterin Petra Klostermann konnte der Bundestagsabgeordnete sich von der Qualität der Pflege überzeugen, die hier geleistet wird. Kaczmarek war beeindruckt, wie im Altenpflegeheim „Hans-Jürgen-Janzen-Haus“ den älteren Menschen ein so weit wie möglich eigenständiges Leben in familiären Atmosphäre ermöglicht wird.

Das Konzept der Einrichtung, die von der Evangelisches Krankenhaus Schwerte GmbH, einem Unternehmen des Diakonie-Mark Ruhr, betrieben wird, bietet ein umfangreiches Angebot an sozialer und individueller Betreuung.  Für den Bundestagsabgeordneten ist das Haus, das getragen von der ehrenamtlichen Arbeit der Senioreninitiative Frömern e.V. und kompetent geleitet wird von der Evangelisches Krankenhaus Schwerte GmbH, ein Beispiel, das auch in anderen Gemeinden Schule machen sollte.

Der SPD-Politiker wörtlich: „Diese Einrichtung hat für mich modellhaften Charakter.  Es zeigt sich, dass auch kleinere Häuser in dörflichen Strukturen, getragen von der Solidarität im Gemeinwesen, gute Chancen haben, wirtschaftlich zu arbeiten. Ich sehe, dass auch in anderen Gemeinden mit gut funktionierendem Vereins- und Kirchenleben ein solches Projekt umsetzbar ist. Denn die Größe eines Hauses allein sagt nichts über seine Wirtschaftlichkeit aus!“

Die bei den Senioren beliebte und seit der Eröffnung ständig komplett ausgebuchte Einrichtung in Frömern bietet 27 Bewohnern genügend Platz für sich und auch für das Leben in der Gemeinschaft in einem Gebäude mit lichter und offener Architektur. Mehr als eingebunden ist das Haus in die lebendige Kirchengemeinde Frömern, was eine enorme Identifikation der Dorfbewohner mit ihrem „Hans-Jürgen-Janzen-Haus“ schafft. Rund 240 Frömeraner bilden zudem mit ihrer Initiative das Fundament für diese vorbildliche Einrichtung, in der 24 Mitarbeiterinnen beschäftigt sind.

Gemeinsam mit dem Leiter des Altenbereichs der Evangelisches Krankenhaus Schwerte GmbH, Jürgen Kafczyk, war der MdB bei einem anschließenden Meinungsaustausch davon überzeugt, dass es wesentlich sei, die Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen bei ihrer wichtigen Arbeit unter anderem auch dahingehend zu unterstützen, dass man ein zeitaufwendige Doppelzuständigkeit von MDK und kommunaler Heimaufsicht bei der Überprüfung der Alteneinrichtungen vermeiden müsse. Oliver Kaczmarek: “Ein Auto muss ja schließlich auch nicht zu zwei verschiedenen Prüfstellen“.

Hausleiterin Jutta Lange ergänzt: „Beim Pflege-TÜV zählt in erster Linie die Vollständigkeit der schriftlichen Dokumentation des gesamten Pflegeprozesses für den einzelnen Bewohner. Wärme, Freundlichkeit, Zuwendung, das Sprechen mit den Bewohnern werden leider nicht bewertet. Und daher ist eine Orientierung für Angehörige allein durch ein Pflegenote nur in begrenztem Maße aussagekräftig. „Fachlich Qualifikation und Freundlichkeit,“, unterstreicht auch Jürgen Kafczyk, „sind gleichermaßen wichtig!“

Vordringlich sei es auch, Initiativen zu entwickeln, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Oliver Kaczmarek: „Bis zum Jahr 2020 werden 150.000 Pflegekräfte in Deutschland benötigt!“ Da freut es den MdB, dass auch hier das Haus in Frömern punkten kann, denn selbst in dieser kleineren Einrichtung werden Kräfte im Bereich Altenpflege und Hauswirtschaft ausgebildet, um dem Fachkräftemangel in der Branche entgegen zu wirken.

Ein wesentlicher Faktor dabei ist, das Image der Senioreneinrichtungen und mithin auch die Attraktivität der Arbeitsplätze zu verbessern. Dezentrale Häuser, wie das in Frömern, sind Vorreiter auf diesem Weg! Jürgen Kafczyk verdeutlichte dies gegenüber dem MdB: „Hier gibt es keine Schwellenangst! Das hat zur Folge, dass die Plätze in unserem Haus mit eher familiärem Charakterstark nachgefragt sind!“

Medienpreis Politk des Deutschen Bundestages

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek ruft Journalisten aus dem Kreis Unna zur Teilnahme auf

Seit 1993 vergibt der Deutsche Bundestag einen Medienpreis Politik. Dieser würdigt hervorragende publizistische Arbeiten – sei es in Tages- oder Wochenzeitungen, in regionalen oder überregionalen Medien, in Printmedien, Online-Medien oder in Rundfunk und Fernsehen -, die zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Praxis beitragen und zur Beschäftigung mit den Fragen des Parlamentarismus anregen. „Als Politiker weiß ich, wie wichtig es ist komplexe Inhalte verständlich zu vermitteln. Das Interesse der Menschen für die Politik zu wecken ist eine Aufgabe die Politiker und Journalisten gemeinsam angehen müssen.“, so der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek.

Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird vom Präsidenten des Deutschen Bundestages verliehen.

Die Bewerbungsfrist für das diesjährige Verfahren endet am 30. September 2011.

Der eingereichte Beitrag muss nach dem 30. November 2010 erschienen sein. Es werden sowohl Eigenbewerbungen als auch Benennungen durch Dritte berücksichtigt. Dem Bewerbungsschreiben sind zehn Exemplare der zur Auszeichnung vorgeschlagenen Arbeit bzw. Arbeiten und ein Lebenslauf des Autors bzw. Lebensläufe der Autoren beizufügen. Die Auswahl der Preisträgerin oder des Preisträgers erfolgt durch eine unabhängige Fachjury aus sieben renommierten Journalistinnen und Journalisten.

Bewerbungen oder Rückfragen sind an folgende Adresse zu richten:

Deutscher Bundestag

Wissenschaftliche Dienste

Fachbereich WD 1 – Geschichte, Zeitgeschichte und Politik –

Platz der Republik 1

11011 Berlin

Mail: vorzimmer.wd1@bundestag.de

Telefon: 030-227-38630

Fax: 030-227-36464

Am 11. August heißt es für Paula Accordi aus Unna “Goodbye”.

,

Umfangreiche Vorbereitungen liegen hinter der Schülerin Paula Accordi des Ernst-Barlach-Gymnasiums, die auf Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek (SPD) am Austauschprogramm des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses teilnimmt.

(Von links nach rechts) Lioba Gierke, Schülerin des Friedrich-Bährens-Gymnasiums in Schwerte, die vor kurzem von einem Jahresaufenthalt im Rahmen des PPP aus Lawrence (US-Bundesstaat Kansas) zurück gekommen ist, Oliver Kaczmarek, MdB, Paula Accordi aus Unna.

Ab kommenden Donnerstag wird Paula Accordi ein Jahr lang Botschafterin Deutschlands und ihrer Heimatstadt Unna in den USA sein. Sie wird in einer Familie in der Stadt Madison leben, einer Universitätsstadt mit etwa 220.000 Einwohnern im Bundesstaat Wisconsin.
“Gespannt und bestimmt auch ein wenig aufgeregt hat sich Paula gut vorbereitet”, so der Abgeordnete, der sich vor wenigen Tagen mit seinen Stipendiatinnen zu einem Erfahrungsaustausch traf. Lioba Gierke, seit wenigen Wochen wieder zurück in Schwerte, berichtete über eine spannende Zeit, die viel zu schnell vorüber war, und hatte viele gute Tipps für Paula parat. Nun heißt es goodbye Paula und ich wünsche ihr eine gute Zeit; über’s Internet werden wir in Verbindung bleiben. Paula Accordi wird unter der Internetadresse www.paula-usa.de laufend über ihre Erlebnisse in den USA berichten.

Für das Austauschprojekt 2012-2013 hat sich der heimische Abgeordnete wiederum beworben. Das Bewerbungsverfahren für interessierte Schülerinnen und Schüler, junge Berufstätige bzw. Auszubildende läuft derzeit. Weitere Bewerbungen sind möglich und werden gerne entgegen genommen. Bewerbungsschluss ist der 02. September, Informationen und Bewerbungskarte zum Austauschprogramm gibt es unter www.bundestag.de/ppp oder im Unnaer Bürgerbüro von Oliver Kaczmarek: Untere Husemannstr. 38, 59425 Unna, Fon 02303 25314-30, Fax 02303 237218 oder E-Mail oliver.kaczmarek@wk.bundestag.de.
Die zuständigen Austauschorganisationen orientieren sich an den Wahlkreisnummern. Für Bewerber/innen aus dem Wahlkreis Kaczmarek, zu dem die Städte und Gemeinden Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Schwerte und Unna zählen, ist dies der Wahlkreis 145.

Aktiv 2011 – Wettbewerb für Demokratie und Toleranz

Eine lebendige, demokratische Gesellschaft braucht Menschen, die bereit sind, für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. Zivilgesellschaftliches Engagement setzt hier ein Zeichen und ist für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt unerlässlich. Mit dem Wettbewerb “Aktiv für Demokratie und Toleranz” wird nicht die einzigartige Aktion gesucht, sondern nachahmbares zivilgesellschaftliches Engagement, das sich für ein gleichberechtigtes Miteinander und gegen Extremismus, Antisemitismus und Gewalt einsetzt und hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen wird.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Erfolgreiche Projekte sollen Schule machen und andere Interessierte motivieren, selbst tätig zu werden.
“Ich weiß von vielen solcher Projekte im Kreis Unna und habe selbst die Patenschaft für das Projekt “Schule ohne Rassismus mit Courage” am Märkischen Berufskolleg in Unna übernommen. Nur allzu gern will ich die vielen anderen ermuntern, an diesem Wettbewerb teilzunehmen”, so Kaczmarek.

Interessierte Gruppen können ihre Teilnahme über die Webseite des Bündnisses für Demokratie und Toleranz unter www.buendnis-toleranz.de/aktiv-2011 bis zum 30.09.2011 anmelden.

Studienanfängern droht Bewerbungschaos

Bundestagsausschuss für Bildung besucht die Stiftung Hochschulzulassung in Dortmund

„Wer sich in diesen Tagen nach dem Abitur für einen Studienplatz beworben hat, sollte ständig am Ball bleiben, um seinen Studienwunsch auch tatsächlich umsetzen zu können.“, schlussfolgert der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek nach einem Besuch der Stiftung Hochschulzulassung in Dortmund. Der zuständige Bundestagsausschuss für Bildung und Forschung, dem Kaczmarek angehört, hatte sich am Montag, den 25. Juli aus erster Hand über die Bewerbungslage an den Hochschulen informieren lassen. Infolge der doppelten Abiturjahrgänge in zwei Bundesländern und der kurzfristigen Aussetzung der Wehrpflicht werden die deutschen Universitäten zum Wintersemester 2011/12 mit einer Rekordnachfrage von bis zu 500.000 Studienplatzinteressierten konfrontiert sein. Ein dringend erforderliches neues Zulassungsverfahren wird es jedoch erst ab Ende 2012 geben.

Seit der Abschaffung der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) bewerben sich viele Studieninteressierte bei möglichst vielen Hochschulen gleichzeitig. Doch bekommen sie von einigen Universitäten erst eine Zusage, wenn sie schon längst einen anderen Studienplatz angenommen haben. Durch ein sehr zeitintensives Nachrückverfahren, das selbst nach Semesteranfang noch nicht abgeschlossen ist, bleiben bis zu 20.000 Studienplätze unbesetzt. „Dieses Verfahren ist teils chaotisch. Es schafft keine optimale Verteilung der Plätze und stößt Studienanfänger vor den Kopf.“, so Oliver Kaczmarek.

Durch eine neue Software, dem sogenannten „Dialogorientierten Serviceverfahren“ sollen die Bewerbungen und entsprechenden Zusagen bundesweit erfasst werden. Doch aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen den Projektpartnern und technischer Probleme wird die neue Software voraussichtlich erst für das Wintersemester 2012/13 zur Verfügung stehen.

„Die Einführung des neuen Dialogorientierten Serviceverfahrens darf nicht noch einmal verschoben werden.“, betont Oliver Kaczmarek „Auch in Nordrhein-Westfalen wird es 2012/13 einen doppelten Abiturjahrgang geben. Die Studieninteressierten müssen ermutigt werden ein Studium aufzunehmen und dürfen nicht durch ein Chaos bei der Zulassung abgeschreckt werden.“ Er rät den Studienanfängern, die sich momentan im Bewerbungsverfahren befinden, ihr Verfahren ständig im Blick zu behalten und, wenn es ein Konto auf www.hochschulstart.de gibt, dieses regelmäßig zu überprüfen. Hilfreich sei es auch, wenn Studienanfänger, die ihren Wunsch realisieren konnten, die übrigen Bewerbungen beenden würden, damit die Plätze an andere Interessierte vergeben werden könnten.

CDU liegt bei Arbeitsmarktpolitik krass daneben

„Eine Pflichtverteidigung des schwarz-gelben Kahlschlags in der Arbeitsmarktpolitik, die nichts mit der Situation im Kreis Unna zu tun hat“, so nennen die beiden heimischen Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek und Dr. Dieter Wiefelspütz die Stellungnahme von CDU-Kreisvorsitzenden und Kreistagsfraktionsvorsitzenden zur sog. Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. Sie hatten Landrat Michael Makiolla eine „Negativkampagne“ vorgeworfen, nachdem er auf die drohenden Folgen für die Arbeitsmarktpolitik im Kreis Unna hingewiesen hatte.

„Mit den geplanten Mittelkürzungen der Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik würden genau die Gruppen betroffen, die derzeit so gut wie gar nicht von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren, und die aufgrund länger anhaltender Arbeitslosigkeit besondere Unterstützung bei der Wiedereingliederung benötigen. Genau hier will die Bundesregierung in den kommenden Haushaltsjahren bis zu 8 Milliarden Euro einsparen. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf die Regionen, insbesondere die, die am meisten von der Problematik betroffen sind, bleiben!“, erläutert Oliver Kaczmarek, zugleich SPD-Kreisvorsitzender, den Hintergrund.

Die sinkenden Arbeitsmarktzahlen betreffen derzeit in den Kommunen des Kreises fast ausschließlich die Menschen, die kürzer als ein Jahr arbeitslos sind.„Der Landrat ist hier zu Recht alarmiert. Denn Produktionsschulen, Sozialkaufhäuser, Radstationen und Tafeln gehören nicht nur unverzichtbar zur sozialen Infrastruktur des Kreises Unna, sie geben vor allem Menschen in besonderen Situationen die Chance, Anschluss an die Arbeitsgesellschaft zu finden“, so Dieter Wiefelspütz.

Der Hinweis der CDU auf die Bürgerarbeit führt ebenfalls in die Irre. Die 200 beantragten Plätze für den Kreis Unna, von denen derzeit gut die Hälfte bewilligt wurden, könnten den Ausfall bei Arbeitsgelegenheiten u.ä. nicht kompensieren. Sie waren u.a. als Kompensation für die massiven Einschnitte der schwarz-gelben Bundesregierung beim im Kreis Unna erfolgreichen Programm JobPerspektive vorgesehen. Insofern begrüßen Kaczmarek und Wiefelspütz die derzeitigen Bemühungen des Jobcenters um eine Aufstockung der Plätze.

Bei den Arbeitsgelegenheiten entstehe durch den Plan der Bundesregierung zudem ein weiteres strukturelles Problem: die Kürzung der sog. Trägerpauschale, mit der die Träger die sozialpädagogische Begleitung und Anleitung z.B. von Schulverweigerern finanzieren, solle auf 150 Euro pro Platz begrenzt werden. „Damit könnten die regionalen Träger im Kreis Unna nicht nur das Angebot nicht finanzieren, sondern sind, wie unsere Gespräche mit den Trägervereinen und –gesellschaften zeigen, existenziell bedroht“, erklären Kaczmarek und Wiefelspütz.

Fazit der beiden Abgeordneten: „Die CDU bläst die Backen auf, hat sich aber offensichtlich überhaupt nicht mit der Situation und den Betroffenen vor Ort auseinander gesetzt. Anders ist eine ganze Reihe derartiger Fehleinschätzungen der Lage zu Hause nicht zu interpretieren.“

Trauer um die Opfer der Anschläge in Norwegen

„Mit Bestürzung und Trauer haben die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Kreis Unna die Nachricht von den entsetzlichen Anschlägen in Norwegen aufgenommen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen aller Opfer.“, erklären der Unterbezirksvorsitzende der SPD im Kreis Unna Oliver Kaczmarek, MdB und die Unterbezirksvorsitzende der Jungsozialisten in der SPD Christiane Geisler in einer gemeinsamen Mitteilung.

Allein über 80 Tote forderte der Amoklauf auf einem Camp der Jugendorganisation AUF der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Norwegens. Die fast 600 14 bis 17 Jahre alten Jugendlichen hatten sich dort zu ihrem jährlichen Sommercamp versammelt. „Es ist unfassbar, dass diese jungen Menschen, die sich mit vollem Herzen für Demokratie und Freiheit in Europa einsetzen, Opfer eines derart brutalen und feigen Anschlags werden.“, erklärt Oliver Kaczmarek, der in seiner Zeit als Jungsozialist an ähnlichen Camps in Europa teilgenommen hat und die friedliche Stimmung dort kennt.

„Dieser Anschlag galt den Menschen, die sich auf der Insel Utoya versammelt hatten, und sie galt der Idee von Freiheit und Gerechtigkeit, wegen der sich die Menschen dort wie jedes Jahr versammelt hatten. Die rechtsradikale Motivation des Täters ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich für ein friedliches, demokratische und tolerantes Miteinander einsetzen. Die Jusos im Kreis Unna sind bestürzt darüber. Wir trauern um unsere Genossinnen und Genossen.“, so die Juso-Vorsitzende Christiane Geisler aus Bergkamen.

Diese unfassbare Tat überschatte auch das in der nächsten Woche stattfindende IUSY-Festival am Attersee in Österreich, zu dem sich tausende Jungsozialistinnen und Jungsozialisten aus aller Welt treffen und friedlich zusammen arbeiten und sich austauschen werden. Hier werde insbesondere der Opfer des Anschlags in Norwegen gedacht.

 

Junge Menschen aus dem Kreis Unna für ein Jahr in die USA

SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek wirbt für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses

Ein Jahr in den USA leben, studieren und arbeiten – diese spannende und einzigartige Kombination bietet das Parlamentarische Patenschaftsprogramm.

In diesem Jugendaustauschprojekt des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses werden seit 1983 junge Leute – Schüler und Berufstätige – gefördert.

Oliver Kaczmarek, Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis 145 Unna I, beteiligt sich ebenfalls an dem Programm und wirbt für das nächste Austauschjahr 2012-13. “Dieses Programm eröffnet jungen Menschen die Chance, amerikanisches Familien-, Highschool- und Arbeitsleben kennenzulernen. Ich freue mich, dass ich auch in diesem Jahr einer Schülerin aus meinem Wahlkreis diese Chance eröffnen kann”, so der Abgeordnete. Paula Accordi aus Unna reist demnächst in die Staaten. Vor wenigen Wochen ist Lioba Gierke in ihre Heimatstadt Schwerte zurückgekehrt und berichtet begeistert über ihre Zeit in den USA.

Für das Programm 2012-13 läuft derzeit der Bewerbungsprozess. Die Bewerbungsfrist endet etwas unglücklich – vor Ende der Schulferien NRW – am Freitag, 02. September 2011.

Ausführliche Informationen zum Programm können entweder im Bürgerbüro in 59425 Unna, Untere Husemannstr. 38, Fon 02303 25314-30, Fax 02303 237218, angefordert werden oder sind im Internet unter www.bundestag.de/ppp einschließlich Bewerbungskarte herunterzuladen.