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„Gemeinsam stark für morgen“ Besuch der Biologischen Station für den Kreis Unna

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Am Dienstag den 13. Juni besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek die Biologische Station für den Kreis Unna und Dortmund. Gemeinsam mit anderen Umwelteinrichtungen hat sie ihren Sitz in der Ökologiestation des Kreises Unna, einem ehemaligen Schulzenhof, in der Lippeaue bei Bergkamen. Der Abgeordnete hat sich über den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umwelt- und Naturschutz informiert. Im rund 540 km² großen Kreis Unna gibt es 39 Naturschutzgebiete. „Naturschutz aktiv gestalten heißt Rückzugsräume und gleichzeitig erlebbare Naturräume zu schaffen. Es war ein spannender Austausch in der Biologischen Station für den Kreis Unna und Dortmund mit Anke Bienengräber und Klaus Klinger“, so Kaczmarek.

Im Rahmen der Tour „Gemeinsam stark für morgen“, die Oliver Kaczmarek bis zu den Sommerferien durchführt, besucht er Unternehmen, Vereine und Institutionen, die innovativ und lebensnah den Alltag der Menschenverbessern. Die Schlussfolgerungen der Besuche nimmt Kaczmarek in seinem persönlichen Wahlprogramm für seinen Wahlkreis mit nach Berlin.

Einbringung des Gesetzentwurfs zum Fracking-Verbot

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Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf, soll ein strenger und transparenter Rechtsrahmen für Fracking geschaffen werden. Der Gesetzentwurf wurde in dieser Woche in Erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Der Schutz der Gesundheit und der Schutz des Trinkwassers haben dabei absolute Priorität. In besonders schützenswerten Gebieten wird das Fracking jeglicher Art komplett ausgeschlossen. Dazu zählen unter anderem Wasserschutzgebiete und Heilquellen sowie Gewässer und Gebiete, die für die Wasserversorgung genutzt werden. Unkonventionelles Fracking (also solches oberhalb von 3000 m Tiefe) zu wirtschaftlichen Zwecken wird bis auf weiteres Verboten. Erlaubt werden können lediglich Probebohrungen zu Forschungszwecken. Bislang ist dazu vorgesehen, dass eine unabhängige Expertenkommission nach diesen Probebohrungen feststellen muss, dass eine Förderung in den betroffenen Gesteinsformationen unbedenklich ist. Danach können Genehmigungen zum Fracking bei den verantwortlichen Berg- und Wasserbehörden der Länder gestellt werden. Diese Reglung sehe ich derzeit noch kritisch und erwarte Änderungen im parlamentarischen Verfahren.

 

Dabei gelten strenge Umweltauflagen und Vorgaben: Die Frack-Flüssigkeit darf maximal schwach wassergefährdend eingestuft sein, also das Trinkwasser nicht gefährden. Es müssen umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen und Offenlegungspflichten eingehalten werden. Schließlich gilt eine Beweislastumkehr für Bergschäden. Mit diesen Regelungen wird auch die konventionelle Erdgasförderung, die seit den sechziger Jahren in Deutschland praktiziert wird, deutlich sicherer.

Die SPD-Bundestagsfraktion wird in den Anhörungen und Ausschussberatungen gemeinsam mit Interessensgruppen und Sachverständigen prüfen, ob das geplante Gesetzespaket dem Ziel des bestmöglichsten Schutzes von Umwelt und die Gesundheit, entspricht. Für uns ist klar, dass der Schutz des Trinkwassers absoluten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen genießen muss.

Unkonventionelles Fracking zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas zu wirtschaftlichen Zwecken ist derzeit nicht verantwortbar. Ob Fracking in einiger Zeit eine Option sein kann, muss auch an Hand von wissenschaftlich begleiteten Probebohrungen sorgfältig und transparent geprüft werden. Im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens sehen wir unter anderem Beratungsbedarf hinsichtlich der Rolle der auf Wunsch unseres Koalitionspartners in den Gesetzentwurf aufgenommenen Expertenkommission. Auch den Umgang mit dem Lagerstättenwasser und die Ausgestaltung und Begrenzung von Probebohrungen werden wir sorgfältig prüfen.

 

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung finden Sie hier.

Fracking – strenge Regeln für wirksamen Umweltschutz

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Der Schutz von Mensch und Umwelt haben absolute Priorität bei der Anwendung neuer Technologien. Dies gilt auch für die Gasförderung in tiefergelegenen Gesteinsschichten durch hydraulisches Aufbrechen von Gesteinsschichten, kurz „Fracking“. Es ist gut, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nun ein gemeinsames Regelpaket vorgelegt haben, das zeigt: Wir nehmen die Sorgen der Bevölkerung und die potenziellen Gefahren durch Fracking sehr ernst!

Das Fracking in Schiefer- und Kohleflözgestein – das beispielsweise in den USA angewendet wird – bleibt generell und auf Dauer verboten. Nach 2018 können kommerzielle Bohrungen bis zu einer Tiefe von 3000 Metern nur dann durch die Bergbau- und Wasserbehörden der Länder genehmigt werden, wenn eine unabhängige Expertenkommission zuvor deren Unbedenklichkeit bestätigt hat. Die Bundesländer erhalten einen Ermessensspielraum, diese Reglung noch zu verschärfen. Sensible Gebiete, die zur Trinkwassergewinnung genutzt werden, oder Naturschutzgebiete sind von vornherein als potenzielle Fördergebiete ausgeschlossen. Damit werden in Deutschland insgesamt die weltweit strengsten Auflagen für Fracking gelten.

Der Blick auf die Gasvorkommen in Deutschland macht deutlich: Fracking kann keinen substanziellen Beitrag leisten, um unsere Energieversorgung zu sichern oder unsere Klimaziele zu erreichen. Der Ausbau erneuerbarer Energien und eine höhere Energieeffizienz bleiben hierfür unverzichtbar.

Roter Rucksack-Wanderung am 20. September 2014 in Bönen

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Passend zum Thema der vierten Roter Rucksack-Wanderung hat das Wetter seinen Beitrag geleistet. Das Hochwasserrückhaltebecken in Bönen ist nicht wie gewohnt leer, sondern aufgrund von starken Regenfällen in den letzten Tagen prall gefüllt.

Hochwasserrückhaltebecken, Fritz-Husemann-Straße, BönenBei dieser Wanderung wurde aufgezeigt, dass für die Renaturierung der Seseke nicht nur der Umbau des Flusslaufs notwendig war, sondern ein Großteil der insgesamt rund 500 Millionen Euro für technische Anlagen und Hochwasserschutz aufgebracht werden musste.

Ausgangspunkt der vierten Roter Rucksack-Wanderung dieses Jahres war der Förderturm der ehemaligen Schachtanlage Königsborn III/IV in Bönen. Ein Gebäude mit besonderer Geschichte, welches durch unermüdlichen Ehrgeiz und das Engagement von ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern aufrecht gehalten wird. Sie verlegen Kabel, streichen an, schweißen und sorgen mit ihren regelmäßigen Instandsetzungsarbeiten dafür, dass diese ehemalige Industriebrache jetzt den Menschen vor Ort als Veranstaltungsort zur Verfügung steht. Dass hier mal eine Zeche in Betrieb war, lässt sich auch mit Blick auf das Umfeld kaum noch erahnen. Dort, wo einst die Kohle hoch geholt wurde, sprießt heute das Grün und dient außerdem als Naherholungsgebiet. Die erste Station hatte die Wandergruppe wenige Meter weiter. Beim neuen „Dirt Park“, der mit seiner hügeligen Strecke für BMX-Begeisterte zur Verfügung steht.

Am Hochwasserrückhaltebecken an der Fritz-Husemann-Straße war die zweite Station. Dort ergab sich aufgrund der starken Regenschauer der letzten Woche ein besonderes Bild. Denn das Becken musste die Wassermassen aufnehmen, damit beispielsweise in Kamen die Keller nicht unter Wasser stehen und deshalb hatte man eine Aussicht auf einen entstandenen kleinen See. Der zuständige Projektleiter des Lippeverbandes, Dirk Klingenberg, erläuterte die technischen Abläufe und stand den Teilnehmerinnen Rede und Antwort.

Die Wanderung endete mit einer sehr informativen Besichtigung im Klärwerk in Bönen unter der Führung von Betriebsleiter Dr. Axel Cornelius.

Hier einige Impressionen:

Grün statt Grau: Roter Rucksack-Wanderer entdecken Kamens Pflanzenvielfalt

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RR

In dem kleinen Park am Krankenhaus riecht es wegen des Katsurabaums schon im Herbst nach Weihnachten.

Rasen, Rosen, Koniferen – die „normale“ Parkanlage dient dem Hobbygärtner seit jeher als Vorbild für seinen Garten. Dabei sei es nicht der fein getrimmte Rasen, der die Artenvielfalt in die Städte bringe, sondern die ungeordnete Blumenwiese, erklärte Botaniker Dr. Götz Loos am Samstag, 16. August, bei einem Streifzug durch die Kamener Innenstadt, zu dem der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek im Rahmen seiner „Roter Rucksack-Kampagne“ eingeladen hatte und dem sich rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anschlossen.

Für die meisten ist die Stadt der Inbegriff der „Nicht-Natur“. Wer Kamen aber mit dem geübten Auge des Botanikers durchstreift, entdeckt jede Menge Überraschendes.

Roter Rucksack: Wanderung am 16.8.2014 in Kamen

Vom Gymnasium ging es zur Nordenmauer, wo im Kreisel die Wildblumen blühen.

Wer ahnt schon, dass am Krankenhaus ein Katsurabaum, auch Lebkuchenbaum genannt, steht, dessen Blätter im Herbst nach dem frischen Weihnachtsgebäck riechen? Oder dass es kaum noch Straßen gibt, in denen das japanische Liebesgras nicht zwischen Pflastersteinen wächst? Unübertroffen als Artenschutzgebiet, erklärte der Botaniker den Spaziergängern, sei der Naturgarten am Gymnasium. Nirgends sonst in der Stadt finde man eine derart große Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

 

Ohnehin müssten die Kommunen viel mehr tun für die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt, forderte der Fachmann. Gerade in Sachen Klimaschutz dürfe man die Biodiversität nicht vergessen. „Die Wahl der Pflanzen ist entscheidend, nicht das, was die Baumschule hergibt“, so Dr. Götz Loos.

Jubiläumsveranstaltung Roter Rucksack am 16. August in kamen

Nach der Wanderung feierten die Teilnehmer den 5. Geburtstag des Roten Rucksacks im Buxtorf Inn.

Am Ende nahmen die Roter Rucksack-Wanderer vor allem eines mit: Unkraut gibt es nicht. Jede Pflanze hat ihren Platz – auch im Asphalt oder in der Garageneinfahrt. Und: Wenn’s blüht, tun wir was für die Natur – vor allem in der Stadt.

Ihr Ende fand die Wanderung schließlich am Bux in Südkamen, wo Oliver Kaczmarek mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in lockerer Runde das Jubiläum des Roten Rucksacks feierte. Mit diesem unverzichtbaren Element seiner politischen Arbeit, das mittlerweile bundesweit Nachahmer findet, ist Kaczmarek seit nunmehr fünf Jahren auf Tour. Er besucht Orte, an denen Besonderes geleistet wird, trifft ehrenamtlich tätige Menschen, sammelt Meinungen und Ideen, aber auch Kritik für seine Arbeit im Bundestag. 

 

 

Kein Fracking in NRW

In Deutschland und speziell in NRW wird es in absehbarer Zeit kein Fracking im Schiefer- und Kohleflözgas geben. Dies stellen das Bundesumweltministerium und das Bundeswirtschaftsministerium in einem gemeinsamen Eckpunktepapier klar. Trinkwasser und Gesundheit müssen absoluten Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.

„Die Bundesregierung entspricht damit den Vorstellungen vieler Gegner des Frackings und unterstützt die Position von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Denn die Risiken des Frackings bei der unkonventionellen Förderung von Erdgas sind nicht abschätzbar. Ein solches Fracking-Verbot soll mindestens bis 2021 gelten. Dann gibt es eine Überprüfung. Eng umgrenzte Forschungsprojekte darf es nur unter strengen Regeln,  umfassender staatlicher Kontrolle und intensiver Öffentlichkeitsbeteiligung geben“, so der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek.

„Ich bin froh, dass sich der Widerstand gelohnt hat. Die SPD setzt endlich eine klare Regelung durch, die verlässlich ist und den Menschen Sicherheit gibt“, so Kaczmarek.

Verbot bis mindestens 2021

Das Eckpunktepapier enthält zudem Regelungen für die seit Jahrzehnten in Niedersachsen angewandte konventionelle Erdgasförderung im Sandgestein. Hier werden die Auflagen für den Schutz von Umwelt, Gesundheit und Trinkwasser deutlich verschärft. Zonen, in denen es kein Fracking geben darf, werden ausgeweitet und eine Umweltverträglichkeitsprüfung wird für alle Vorhaben bei der Aufsuchung und Förderung von Kohlenwasserstoffen sowie zur Verpressung von Lagerstättenwässern verpflichtend festgeschrieben. Für den Umgang mit Lagerstättenwasser soll es neue, deutlich strengere Regeln geben. Im Bereich des Bergschadensrecht wird die Beweislastpflicht zulasten der Unternehmen und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger verändert.

„Demokratie und Bürgerbeteiligung im Kreis Unna“ – Die 15. Roter Rucksack Wanderung in Schwerte

Unter dem Motto „Demokratie und Bürgerbeteiligung im Kreis Unna“  beendete der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek (SPD), sein Roter Rucksack Wanderprogramm 2012 in Schwerte.

Bei der insgesamt 15. Roter Rucksack Wanderungen seit 2009 gingen rund 35 Wanderer mit Oliver Kaczmarek  am vergangenen Samstag vom Ergster Bahnhof zur Rundwanderung durch Schwerte los. Bei der ersten Etappe im Schwerter Elsebad wurde die Wandergruppe von Thomas Wild, Vorsitzender des Fördervereins Bürgerbad Elsetal e.V.,  begrüßt und durch das Bad geführt. Anschließend ging es zum Waldstadion Bürenbruch, wo der SG Eintracht Ergste 1884 e.V. beheimatet ist. Bei Kaffe und Kuchen begrüßte der Vorsitzende des Sportvereins, Dirk Kienitz, die Wanderer und stellte die Arbeit des SG Eintracht Ergste 1884 e.V. vor. Zum Abschluss besichtigte die Wandergruppe die Obstwiese der AGON Schwerte.

Videostatement von Oliver Kaczmarek zur Wanderung in Schwerte:

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Einige Bilder der Wanderung in Schwerte (zum Vergrößern anklicken):

Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012  Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012 Roter Rucksack Wanderung in Schwerte 2012

„Endlich kehren die Flüsse in die Stadt zurück. Es gewinnt: die Lebensqualität“

Trotz EM-Fieber und dem bevorstehenden Vorrundenspiel der Deutschen Nationalelf fanden sich rund 40 Wanderer am vergangen Samstag zur 15. Roten Rucksack-Wanderung des Kamener Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek (SPD) ein. Unter dem Motto „Natur, Kunst und Kultur entlang der Seseke“ ging es vom Bahnhof Methler zu den renaturierten Flüssen Körne und Seseke.


Wandergruppe in Methler an der Körne

Unter Führung des Kulturausschussvorsitzenden Heiko Klanke und des Kulturbereichsleiters Christian Frieling, wurden sowohl der Stand der Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen wie auch die Kunstwerke am Flusslauf besichtigt. Für Kaczmarek, selbst unweit der Seseke groß geworden, ein besonderes Projekt der Stadtentwicklung: „Der Fluss kehrt in die Stadt zurück! Jetzt zeigt sich, dass es vor 20 Jahren richtig war, die Weichen gegen Widerstände in Richtung Renaturierung zu stellen.“ Anschließend ging es zum neu gestalteten Bahnhof, bei dem Heiko Klanke, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, die derzeit größte Baustelle der Stadt Kamen vorstellte. Beim letzten Etappenziel besichtigten die Wanderer das Second-Hand-Kaufhaus der AWO. Die DasDies GmbH ist einer der größten Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung im Kreis Unna.

Simon Lehmann-Hangebrock reiste für die Wanderung aus Schwerte an, um mit dem Abgeordneten ins Gespräch zu kommen. „Die Rote Rucksack-Wanderung finde ich richtig gut, weil das eine prima Gelegenheit ist, sich mit einem Entscheidungsträger der Bundespolitik ganz locker zu unterhalten. Außerdem lernt man bei den Wanderungen endlich mal Orte im Kreis Unna kennen, die man sonst gar nicht kennt. Ich bin heute zum ersten Mal in Kamen und man glaubt kaum, wie schön der Kreis Unna an manchen Stellen ist“, kommentierte der 20-Jährige.

Der Rote Rucksack symbolisiert die Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten, sich aktiv an der Politik auch zwischen den Wahlterminen zu beteiligen. „Ich suche Orte auf, an denen Besonderes geleistet wird und nehme Anregungen für meine Arbeit für den Kreis Unna in Berlin mit“, so Kaczmarek, dessen Idee mittlerweile bundesweit Nachahmer findet. Die nächste Wanderung findet am 08. September 2012 in Schwerte unter dem Motto „Demokratie und Bürgerbeteiligung im Kreis Unna“ statt. Weitere Informationen unter www.roter-rucksack.de.

NABU Kreisverband Unna zu Gast in Berlin

Ein gutes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit.

„Nachhaltigkeit ein Gesicht geben“ lautete das Motto der Nachhaltigkeits-Konferenz der SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch, 25. April. Auf Einladung des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek stellte der NABU Kreisverband Unna seine Arbeit auf der Fraktionsebene des Reichstagsgebäude interessierten Gästen und Politikern vor. „Es geht darum, Zukunftsfähigkeit nicht nur in Sonntagsreden hochzuhalten, sondern Nachhaltigkeit auch vor Ort mit Leben zu füllen. Der NABU leistet bei uns schon lange einen großen Beitrag dazu“, erklärt Oliver Kaczmarek. Die Delegation des NABU bildeten Burkhard und Renate Brinkmann aus Bönen und Ilona Jädtke aus Bergkamen.

Insgesamt 50 Initiativen aus ganz Deutschland präsentierten ihre lokale Arbeit an einem der globalen Zukunftsthemen. „Anlass ist eine Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema nachhaltige Entwicklung, die im Juni in Rio de Janeiro stattfindet“, so Kaczmarek weiter. „Über die SPD wollen wir die Vernetzung der Initiativen fördern und versuchen, voneinander zu lernen. Die guten Projektideen auf der Konferenz müssen auch andernorts Nachahmer finden.“

Oliver Kaczmarek am Infostand des NABU im Deutschen Bundestag

Auf einem ‚Markt der Möglichkeiten‘ zeigten unter anderem Agenda-Gruppen, Schulprojekte, internationale Patenschaftsprogramme, Naturschutz- und Fairtrade-Initiativen, wie vielfältig das Nachhaltigkeitsengagement in Deutschland ist. Der NABU präsentiert im Rahmen der Ausstellung seine Arbeit von der Pflege der Orchideenwiese bis zu aktuellen Publikationen des Naturschutzes.

Weitere Informationen zum NABU Kreisverband Unna und wie Sie sich engagieren können erfahren Sie unter: www.nabu-unna.de

Burkhard und Renate Brinkmann, Oliver Kaczmarek und Ilona Jädtke (v. links nach rechts)

Artenvielfalt und Naturschutz in der Hellwegbörde – Mit dem Roten Rucksack unterwegs in Frömern

Die zweite Wanderung mit dem Roten Rucksack in diesem Jahr stand im Zeichen der Belange des Naturschutzes. Die Botschaft dabei war klar: in einer dicht besiedelten und kulturell überformten Landschaft müssen die verschiedenen Interessen von Siedlungsräumen, Landwirtschaft, Verkehr und Gewerbe berücksichtigt und teils auch Kompromisse geschlossen werden.

Der Weg führte durch den westlichen Rand des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde von Frömern zum Babywald nahe Kessebüren. Die Führung hatte Anke Bienengräber vom Naturschutzbund Deutschlands im Kreis Unna übernommen. Sie hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur viele Pflanzen- und Tierarten erläutert sondern auch immer wieder den Blick dafür geöffnet, wo die Belange des Naturschutzes betroffen sind und damit auch die Rahmenbedingungen für das gesamte Ökosystem in Gefahr geraten. So ging es beispielsweise um Ackerrandstreifen, Abflussmöäglichkeiten für Regenwasser, Rückzugsgebiete für diverse Vogelarten oder die Auswirkungen von Monokulturen in Waldgebieten. Auch die Frage, welche Auswirkungen die nun beschlossene Energiewende und der damit verbundene massive Ausbau des Energienetzes sowie der erneuerbaren Energien auf den Naturschatz habe, wurde erörtert. Die Botschaft dabei ist klar: beim Naturschutz geht es letztlich nicht allein um die Schutzbelange von Flora und Fauna sondern um den Erhalt eines funktionierenden Ökosystems und damit des natürlichen Lebensraums von Menschen in jeder Hinsicht.

Hier einige Impressionen von der Wanderung am 16.7. (Zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken):