Beschluss des SPD-Parteivorstands zur Mindestausbildungsvergütung

Wir haben die Mindestausbildungsvergütung im Koalitionsvertrag durchgesetzt, weil wir wollen, dass Auszubildende ein faires Entgelt bekommen. Sie packen mit an und haben eine ordentliche Bezahlung verdient. Sie dürfen vor allem nicht schlechter gestellt sein als Schülerinnen und Schüler, was aber der bisherige Gesetzentwurf der CDU-Bildungsministerin Karliczek vorsieht. Für die SPD ist das nicht akzeptabel und wir erwarten, dass die Ministerin einen neuen Entwurf vorlegt. Die Mindestausbildungsvergütung muss sich an den tariflichen Entwicklungen orientieren, denn nur so werden die Auszubildenden auch tatsächlich mehr Geld in der Tasche haben.

Bei der Neufassung des Berufsbildungsgesetzes setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion dafür ein, dass sich die Mindestausbildungsvergütung an durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütungen orientiert. Konkret heißt das, 80 Prozent der durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen für das 1. Ausbildungsjahr. Die Mindestausbildungsvergütung muss an Tarifsteigerungen teilnehmen und der Vorrang für bestehende tarifliche Regelungen muss erhalten bleiben.

Das ist ein wichtiger Schritt, um die Berufsausbildung wieder attraktiver zu machen und auch künftig genügend Auszubildende für offene Ausbildungsplätze zu gewinnen.

Den Beschluss des SPD-Parteivorstands gibt es hier: https://www.spd.de/presse/pressemitteilungen/detail/news/beschluss-des-spd-parteivorstands-am-28-januar-2019-berufsausbildung-modernisieren-aber-richtig/28/01/2019/