Die Erfolgsstory BAföG war und ist kein Selbstläufer. Ein Blick in die bewegte Geschichte des Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) erinnert an ständige Herausforderungen, die Menschen auch überall zu erreichen, die auf ihren verschiedenen Bildungswegen finanzielle Hilfe wirklich brauchen. Das größte Geschenk, das die Bildungspolitik dem BAföG zu seinem Jubiläum hat machen können, ist der heutige breite Konsens der Parteien für das BAföG. Das von der SPD geschaffene BAföG ist Teil unserer sozialen Kultur geworden.
Bildung entscheidet mehr denn je über die individuellen Lebens- und Berufsperspektiven und über die gesellschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen. Die SPD-Bundestagfraktion hält an der emanzipativen Wirkung von Bildung fest. Die nach wie vor starke Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft oder der ökonomischen Leistungsfähigkeit der Familie in Deutschland ist und bleibt deshalb ein Skandal und schürt soziale Ungerechtigkeit.
Das BAföG ist eines der wichtigsten Instrumente, um der sozialen Ungerechtigkeit in der Bildung entgegen zu wirken und Chancengleichheit zu für alle zu sichern. Denn Bildung ist auch Menschenrecht und Chancengleichheit ein Kernbaustein sozialer Gerechtigkeit, gerade in einer offenen und freien Gesellschaft. Darauf hat die SPD den Bürgerinnen und Bürgern mit dem BAföG einen Rechtsanspruch gegeben.
Der breite BAföG-Konsens erlaubt eine vorsichtig optimistische Aussicht auf die Zukunft, wenn die wachsende Bildungsbeteiligung oder die steigende Vielfalt der Bildungswege und -biografien sowie der individuellen Bedarfe und Bedürfnisse noch stärker einfließen werden. Wir brauchen eine zweite Ausdehnung der BAföG-Förderung hinein in mittlere Einkommensgruppen, die heute nicht vom BAföG profitieren können. Denn auch diese Familien geraten schnell an ihre Leistungsgrenzen, etwa wenn sich zwei Kinder gleichzeitig in Ausbildung befinden. Auch die stärkere Förderung berufsbegleitender Bildungsgänge ist ebenso auf der Agenda wie die Überprüfung der angestaubten Altersgrenzen im BAföG oder das überfällige Online-Antragsverfahren.
Was bleibt, ist den Erfolg des BAföG zu feiern und auf weitere 40 erfolgreiche Jahre anzustoßen. Den vielen engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Studentenwerken und an den Hochschulen wollen wir herzlich für ihre unverzichtbare und engagierte Arbeit danken. Die Politik hat es ihnen nicht immer einfach gemacht, die Förderung schnell und unbürokratisch den Auszubildenden zukommen zu lassen.
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2011-09-22 14:34:162011-09-22 14:34:1640 Jahre BaföG
Das Recht auf angemessene Förderung, Bildung und Teilhabe wird explizit in dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes formuliert. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, allen Kinder Chancengleichheit von Anfang an zu ermöglichen. Bund, Länder und Gemeinden sowie Unternehmen, Organisationen, Wohlfahrtsverbände und Sozialpartner stehen dabei gemeinsam in der Verantwortung.
Leider zeigen die Ergebnisse mehrerer Studien, dass der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Bildungserfolg in kaum einem anderen Land so stark ist wie in Deutschland. Ein Ausbau der frühkindlichen Bildung bietet die besten Chancen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, besonders für Kinder mit Migrationshintergrund. Eine frühe Förderung kann helfen, Benachteiligungen rechtzeitig auszugleichen und so unser Bildungssystem gerechter zu gestalten. Das von der Bundesregierung geplante „Betreuungsgeld“ setzt hier die falschen Signale. Das Betreuungsgeld soll einen Ausgleich für die Familien bieten, deren Kinder keine Kindertagesstätte besuchen.
Die Qualität und Quantität der frühkindlichen Bildungsangebote in Deutschland muss weiter ausgebaut werden. Der ab 2013 geltende Rechtsanspruch auf Förderung kann nur mit einem massiven Investitionsprogramm mit Hilfe des Bundes gesichert werden. Zudem brauchen wir mehr und besser ausgebildetes Personal in Tageseinrichtungen und in der Tagespflege. Hier muss besonders darauf geachtet werden, den Beruf für Männer sowie Menschen mit Migrationshintergrund attraktiver zu machen. Schließlich müssen wir darauf achten, dass alle Bildungsangebote verstärkt auch für Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht werden. Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt vor, die veranschlagten Mittel aus dem geplanten Betreuungsgeld sowie den vorhergesehenen Steuersenkungen zu nutzen sowie einen Aufschlag auf den Spitzensteuersatz einzuführen, der neben der frühkindlichen Erziehung auch anderen Bildungsbereichen zu Gute kommen soll. Wir brauchen zudem einheitliche Qualitätsstandards und müssen langfristig auf die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für ein- bis sechsjährige Kinder – zunächst für Alleinerziehende und in einem weiteren Schritt für alle Eltern – sowie die schrittweise Befreiung der Betreuungsangebote von Elternbeiträgen hinarbeiten.
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2011-09-22 14:33:572011-09-22 14:33:57Frühkindliche Bildung und Betreuung verbessern – Für Chancengleichheit und Inklusion von Anfang an
Die SPD-Bundestagsfraktion hat in ihrer Sitzung am Dienstag ihre Fraktionsspitze neu gewählt. Bei der turnusmäßigen Neuwahl zur Halbzeit der Legislaturperiode wurde Frank-Walter Steinmeier mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion wiedergewählt. In geheimer Wahl erhielt er von 127 abgegebenen gültigen Stimmen 119 Ja-Stimmen – das sind 93,7 Prozent. Sechs Abgeordnete stimmten mit Nein, zwei Abgeordnete enthielten sich. Dieses Ergebnis ist ein Vertrauensbeweis für Frank-Walter Steinmeier und ein Zeichen der Geschlossenheit der SPD-Fraktion.
Thomas Oppermann ist mit 64,3 Prozent zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer wiedergewählt worden.
Darüber hinaus wurden neun stellvertretende Fraktionsvorsitzende, drei Parlamentarische Geschäftsführer und die Justiziarin in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt (123 abgegebene Stimmen).
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
Gernot Erler, Außen und Sicherheit
Elke Ferner, Gesundheit und Soziales
Hubertus Heil, Wirtschaft und Arbeit
Ulrich Kelber, Umwelt
Christine Lambrecht, Innen und Recht
Joachim Poß, Haushalt und Finanzen
Florian Pronold, Verkehr
Axel Schäfer, Europa
Dagmar Ziegler, Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Als weitere Parlamentarische Geschäftsführer wurden gewählt:
Petra Ernstberger, Iris Gleicke und Christian Lange
9D vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna mit Oliver Kaczmarek im Foyer der Besuchertribühne des Plenarsaals.
Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek, besuchte die Klasse 9D vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna den Deutschen Bundestag in Berlin. Zunächst nahmen die 32 Schülerinnen und Schüler an einer Führung des Deutschen Bundestages teil. Danach ging es für die Schülergruppe ein paar Meter höher in die Kuppel des Reichstagsgebäudes. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer in einer einstündigen Diskussion mit Oliver Kaczmarek die Möglichkeit, mehr über seine Arbeit als Parlamentarier und seine politischen Standpunkte zu erfahren. „Das politische Interesse der Schülerinnen und Schüler hat mich sehr beeindruckt. Am Rande haben wir aber auch ein bisschen über Fußball reden können.“, so Kaczmarek. Die Schulklasse aus Unna war im Rahmen einer Klassenfahrt nach Berlin gekommen.
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2011-09-21 15:54:272011-09-21 15:54:27Schülerinnen und Schüler vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna besuchen den Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek in Berlin
Bei meinem zweiten Praxistag zur inklusiven Bildung konnte ich in den Alltag der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (FvB) in Bergkamen-Heil schnuppern. Die FvB ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Dort werden 285 Schülerinnen und Schüler aus dem nördlichen und mittleren Kreis Unna in 24 Klassen von etwa 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Schule arbeitet als Ganztagsschule.
Bei meiner Veranstaltung zur Inklusiven Bildung im vergangenen Jahr hatte mich die Schulleiterin eingeladen, die Schule zu besuchen, um ein besseres Bild zu bekommen, wie eine Förderschule funktioniert. Das habe ich gerne angenommen und ich haben tatsächlich ein anderes, vielleicht vollständigeres Bild davon bekommen, wie diese Schulform arbeitet.
Der Praxistag beginnt am Morgen mit dem Besuch der Unterstufe. In der FvB lernen die jüngsten Schülerinnen und Schüler mehrerer Jahrgangsstufen zusammen in einer Klasse. Zunächst lösen sie individuell Aufgaben mit Hilfe von passenden Lernmaterialien wie Puzzle oder Spiele. Danach gibt es einen gemeinsamen Morgenkreis, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen täglich wiederkehrenden Rhythmus durchlaufen. Dabei füllen sie ihr Klassenhaus, das symbolisch an der Wand hängt, mit ihren Bildern, Namen und Symbolen. In der Klasse sind zwei Lehrerinnen anwesend, die sich um die Kinder kümmern und sie bei der Lösung der Aufgaben unterstützen. Nach dem Morgenkreis geht es in zwei Lerngruppen weiter.
Für mich geht danach weiter in die Oberstufe. Hier sind die Schülerinnen und Schüler schon etwas älter, schätzungsweise um die 14-16 Jahre. Auch hier arbeiten sie individuell an der Lösung ihrer Aufgaben. In dieser Klasse haben die Lehrer das Wochenplan-Prinzip eingeführt. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler erhalten ihr Arbeitspensum für eine ganze Woche zu Beginn und entscheiden selbst, in welcher Reihenfolge sie die einzelnen Aufgabenblöcke abarbeiten. Die einen rechnen, die zweiten lesen und die dritten machen freie Aufgaben. Am Ende der Stunde wird Bilanz gezogen und die Schüler geben an, welchen Aufgabenblock sie bearbeitet haben. Durch das Abhaken von Blöcken auf einer für alle sichtbaren Übersicht können sie ihren Arbeitsfortschritt dokumentieren und sehen. In der Pause nehmen dann alle ihr gemeinsames Frühstück ein, das eine andere Gruppe aus dieser Klasse in der Zwischenzeit vorbereitet hat.
Die Pausenstruktur hat die Schule vor einigen Jahren umgestellt. Die Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Pause beaufsichtigt außerhalb des Klassenraumes in einem bestimmten Bereich der Schulgebäude und auf dem Hof. So können sie selbst darüber entscheiden, wie und mit wem sie ihre Pause verbringen möchten.
Im Anschluss nehme ich an einer Gesprächsrunde von Lehrerinnen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern der Schule teil. Die Schülerinnen und Schüler der Werkstufe berichten zum Beispiel über ihren Alltag im Metallbau oder in der Wäscherei. Sie kommen aber auch sehr direkt zu dem, was ihre Schule ausmacht („Die Lehrer sind cool“) oder zu dem, was sie von ihrer Schule und dem Leben nach der Schule erwarten. Sie wollen etwas machen, „um im Leben einmal weiter zu kommen“. Das übergreifende Thema unserer Region, der Übergang von der Schule in den Beruf, ist auch hier das wichtigste Thema für Schüler und Eltern. Diese sorgen sich darum, dass es zu wenige Plätze für ihre Kinder in Werkstätten für Behinderte gibt und sie regen u.a. an, dass mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung im öffentlichen Sektor geschaffen werden. Die meisten von ihnen haben sich bewusst für den Besuch einer Förderschule und gegen den gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule entschieden.
Meine vorläufige Schlussfolgerung dieses zweiten Praxistags: wer inklusive Bildung will, d.h. möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen lassen, der braucht die Sonderpädagogik. In der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule arbeiten Expertinnen und Experten für die Pädagogik für besondere Kinder. Ihr Wissen, ihre Möglichkeiten, auf Kinder mit Behinderung individuell einzugehen, werden auch in der inklusiven Bildung benötigt. Es wäre ein Irrglaube, wenn man meinte, alle Lehrer müssten nur ein bisschen Sonderpädagogik im Studium zusätzlich studieren und schon könnten sie auch inklusiv unterrichten.
Viel mehr geht es darum, dass alle Lehrerinnen und Lehrer mit heterogenen Lerngruppen arbeiten können und zusammen mit Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen im Team eine inklusive Klasse unterrichten können. Davon sind wir leider in unserem derzeit auf Selektion angelegten gegliederten Schulsystem entfernt. Aber ich bemerke auch, wie das Interesse an der jeweils anderen Berufsrichtung zunimmt und wie die Bereitschaft zur Kooperation wächst. Inklusion ist derzeit eines der wirklich großen Themen der Bildungspolitik. Und alle können voneinander lernen. Ich würde gerne die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen ermuntern, ihre Kompetenz im Umgang mit heterogenen Lerngruppen etwa oder mit jahrgangsübergreifendem Unterricht selbstbewusst in die Inklusionsdebatte einzubringen. Denn davon können auch die allgemeinen Schulen lernen.
Der nächste Praxistag im Oktober führt mich dann in den gemeinsamen Unterricht. Darauf bin ich gespannt. Und nach diesem Praxistag werde ich Bilanz ziehen und gemeinsam mit meinem Kollegen aus dem Landtag und den Kreispolitikern ganz konkrete nächste Schritte vereinbaren. So können wir gemeinsam daran mitwirken, dass der Kreis Unna tatsächlich ein Vorreiter für inklusive Bildung wird!
SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek begrüßt Bewerbungen aus dem Kreis Unna und erklärt:
Die Nachfrage nach Mehrgenerationenhäusern ist nach wie vor sehr hoch. Das belegt die Zahl von 603 Interessenbekundungen für einen Bundeszuschuss. Darunter sind allein 160 Neubewerbungen – drei davon aus dem Kreis Unna.
Im November sollen diejenigen Träger sich konkret um einen Zuschuss bewerben können, die nun aus den Interessenbekundungen ausgewählt werden. Einen Bestandsschutz für bereits erfolgreich arbeitende Häuser gibt es nicht. Im Gegenteil – die Höhe von 160 Neubewerbungen zeigt, dass die Konkurrenz groß ist, zumal anstelle von bisher 500 nur noch 450 Mehrgenerationenhäuser gefördert werden.
Das Familienministerium muss nun schauen, dass die Infrastruktur vor Ort in den Städten und Gemeinden dauerhaft gesichert werden kann. Wir brauchen flächendeckend Anlaufstellen für alle Generationen, in der soziale und passgenau auf die Region abgestimmte Angebote gemacht werden. Die SPD-Bundestagsfraktion hat frühzeitig das Potenzial der Mehrgenerationenhäuser für die Kommunen erkannt und sich mit Erfolg für ein Anschlussprogramm eingesetzt.
Einige bereits bestehende Mehrgenerationenhäuser konnten am Interessenbekundungsverfahren nicht teilnehmen, da sie keine Zusage für den verpflichtenden Zuschuss der Kommunen bzw. Ländern von 10.000 Euro im Jahr erhalten haben. Viele finanzschwache Gemeinden können diese freiwillige Leistung – obwohl gewollt und als sinnvolle Investition angesehen – nicht aufbringen. Der bescheidene Zeitraum und die kurzfristige Ankündigung des Bewerbungsverfahrens in den Sommermonaten hat nicht geholfen. Eine gute Infrastruktur bricht dort weg.
Die SPD wird sich auch weiterhin für den Erhalt der Mehrgenerationenhäuser einsetzen und der Bundesregierung im weiteren Verfahren genau auf die Finger schauen.
Auf dem heutigen Parteitag der SPD im Kreis Unna wurde ich erneut mit einem großen Vertrauensbeweis der Delegierten zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Diese Funktion ist mir besonders wichtig, denn ich vertrete als Unterbezirksvorsitzender 6.125 Mitglieder der SPD in den 52 Ortsvereinen des Kreises Unna. Mit insgesamt fünf Abgeordneten im Landtag und im Bundestag, acht Bürgermeistern aus der SPD, einem Landrat, mehr als 200 Mitgliedern der SPD-Ratsfraktionen und 30 Kreistagsmitgliedern übernimmt die SPD Verantwortung für den Kreis Unna auf allen politischen Ebenen. Heute ist nun der 21köpfige Unterbezirksvorstand gewählt worden, der in den nächsten beiden Jahren vor allem die Aufgabe hat, die Grundlagen sowohl organisatorisch als auch programmatisch als auch personell für die Wahljahre 2013 bis 2015 zu legen. Alle Vorstandsmitglieder wurden mit teils herausragenden Ergebnissen ausgestattet. Das zeigt die große Geschlossenheit, mit der die SPD ihre Verantwortung trägt. Zugleich wurden wichtige Anträge mit Zukunftsthemen für den Kreis Unna beschlossen, die in wenigen Tagen auf der Internetseite des SPD-Unterbezirks Unna genauso veröffentlicht werden, wie die Wahlergebnisse.
Vorab an dieser Stelle schon einmal mein politischer Bericht über die Arbeit des SPD-Unterbezirksvorstands 2009-2011 und den Ausblick auf die folgenden Jahre:
In der Nacht von Montag auf Dienstag dieser Woche haben Rechtsradikale das Büro der SPD Lünen mit verfassungsfeindlichen und rechtsradikalen Symbolen und Parolen angegriffen. Wir sind materiell betroffen, aber wir sind nicht allein sondern nur stellvertretend getroffen worden: das waren feige Angriffe auf Freiheit und Demokratie.
Deshalb ist es egal, ob sie uns oder andere Parteien oder Initiativen angreifen: wir sind da, um Freiheit und Demokratie zu verteidigen. Wir kennen uns damit aus, weil Sozialdemokraten das schon seit 148 Jahren tun. Wir stellen uns entgegen und wir verteidigen die Toleranz und Vielfalt in unseren Städten!
(2009-2011: Vertrauen in politisches Handeln umsetzen und die SPD stabilisiert)
Nach dem letzten UB-Parteitag in 2009 in Werne hatten wir als SPD im Kreis Unna zwei große Aufgaben:
1. das erkämpfte Vertrauen in solide Politik im Kreis und in den Städten umsetzen (so wie wir es versprochen haben)
2. die Ursachen der Niederlage bei der Bundestagswahl analysieren und als Partei gemeinsam die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.
Unsere Antworten haben wir mit drei Strategien gegeben:
• Mitgliederorientierung: wir dürfen nie wieder zulassen, dass es eine so große gefühlte Lücke zwischen Partei vor Ort und Bundesebene gibt; dabei geht es um mehr als ein Wohlfühlgefühl; es geht darum, den Willen der Mitglieder ernsthaft zur Grundlage der politischen Arbeit zu machen.
• Stärkung der Organisation: wir brauchen vor Ort gute Organisationsstrukturen. Denn vor Ort sind die Menschen, denen die Menschen vertrauen und denen sie auch mal etwas mitgeben können. Deshalb setzen wir auf lebendige Ortsvereine und müssen ihnen bei ihrer Arbeit noch mehr helfen. Deshalb machen wir das Ortsvereinscoaching modellhaft mit 5 Ortsvereinen.
• Kampagnenorientierung: wir schmoren nicht im eigenen Saft; Im Grundgesetz steht: Parteien wirken bei der Willensbildung mit. Sie sollen das nicht alleine machen und wir wollen deshalb mit unseren Bündnispartnern gemeinsam ein politisches Programm entwickeln; das haben wir mit unseren Kampagnen zur Integrationspolitik oder zum Thema Gesundheit und vielen mehr deutlich gemacht; damit haben wir viel Akzeptanz gewonnen und uns in die Gesellschaft geöffnet
Und deshalb sage ich mit Blick auf die aktuelle Parteireform-Diskussion in der SPD:
Wir im Kreis Unna haben uns längst geöffnet! Wir beziehen den Sachverstand von außen in unsere Willensbildung ein. Das kann man alles sicher noch verbessern, aber im Unterschied zum Willy-Brandt-Haus glauben wir, dass es eben keine gute Idee ist, die Mitgliedschaft in der SPD zu entwerten durch eine Gleichstellung mit lose bekundeter Sympathie für einen Kanzlerkandidaten o.ä.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: wir wollen eine weitere Öffnung der Partei und wir sehen auch in unserem Unterbezirk Defizite und dringende Handlungsbedarfe. Aber wir wollen, dass die echten Bedürfnisse der Arbeit der Ortsvereine berücksichtigt werden. Es geht darum, Ortsvereine zukünftig von organisatorischen Aufgaben zu befreien, damit sie mehr Zeit für die politische Arbeit haben.
Denn wir hier im Ruhrgebiet müssen mit Wahlergebnissen deutlich über 45 oder 50% bei einer Bundestagswahl dazu beitragen, dass die SPD im Bund insgesamt eine Chance hat zu gewinnen.
(Wir richten den Blick nach vorn: 2013 beginnt die Titelverteidigung!)
Wenn wir heute nach vorn schauen, dann liegen die nächsten Herausforderungen klar auf der Hand:
• Wir haben 2013 im Bund etwas gut zu machen.
• Wir haben in den Räten und im Kreistag 2014 etwas zu verteidigen.
• Wir wollen in Europa 2014 endlich überzeugen.
• Und wir wollen 2015 alle Bürgermeister- und die Landratswahl im Kreis Unna gewinnen und mithelfen, Hannelore Kraft erneut zur Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen machen!
Dafür stellen wir uns organisatorisch auf und dafür arbeiten wir weiterhin hart in den Räten und im Kreistag. Unser Wahlprogramm ist noch nicht abgearbeitet und jeder kann sich darauf verlassen, dass für uns die Sacharbeit im Vordergrund steht. Meine Bitte ist aber: stellt in den nächsten zwei Jahren in den Städten und Gemeinden die Weichen! Lasst uns gemeinsam schauen, wer für die SPD in den Räten und im Kreistag Verantwortung übernehmen kann. Lasst uns neue Mitstreiter gewinnen und weiterhin offen für Neues sein.
Es ist unsere Stärke, dass wir als SPD auf allen politischen Ebenen gemeinsam für den Kreis Unna eintreten können und das auch nachhaltig tun. So verstehe ich unser Zusammenspiel: wir treten gemeinsam an, um für und aus dem Kreis Unna heraus das Beste für die Menschen in unserer Region herauszuholen. Und wenn wir uns darauf verständigt haben, was die gemeinsamen Ziele sind, dann ziehen wir los, um für das Gemeinsame auf unseren jeweiligen Ebenen anzutreten: Dieter Wiefelspütz und ich im Bundestag, Wolfram Kuschke, Rainer Schmeltzer und Rüdiger Weiß im Landtag, der Landrat und die Kreistagsfraktion im Kreishaus und die Bürgermeister und die Ratsfraktionen in ihren jeweiligen Städten. Wenn wir uns weiterhin so aufstellen und als Team auf verschiedenen Ebenen arbeiten, dann wird es schwer für die anderen Parteien, uns zu besiegen.
(Herausforderungen für die Politik im Kreis Unna)
Die größte Herausforderung ist und bleibt für uns der Strukturwandel in unserer Region und die Frage, wie wir für die Menschen Arbeit schaffen können, die sie teilhaben lässt, die Wohlstand bringt und von der sie leben können.
Mit Blick auf den regionalen Arbeitsmarkt gibt es Licht und Schatten. Die Arbeitslosenzahlen sinken insgesamt erfreulicherweise. Doch bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen (also mehr als 1 Jahr) nahezu konstant bleibt. Vom günstigen Arbeitsmarkt können also ausgerechnet die nicht profitieren, die ohnehin schon am Rand stehen. Deshalb brauchen wir für sie passgenaue Maßnahmen, die sie an den ersten Arbeitsmarkt langfristig wieder heranführen oder die schlicht Beschäftigung schaffen; die dafür sorgen, dass man jeden Tag aufsteht und zur Arbeit geht und dass man gebraucht wird. Das schaffen wir im Kreis Unna zum Glück zusammen mit JobCenter, Bundesagentur für Arbeit und einer lebendigen Trägerlandschaft.
Umso schlimmer sind für uns die Pläne von Schwarz-Gelb in Berlin, die in den nächsten Haushaltsjahren bei der Arbeitsmarktpolitik für genau diese Gruppe pro Jahr bis zu 8 Milliarden Euro einsparen wollen. Die damit Sozialkaufhäuser, Tafeln, Produktionsschulen und Radstationen ernsthaft gefährden. Und die damit auch im Kreis Unna hunderten Menschen ihre Beschäftigung und ihre Teilhabe an Arbeit nehmen wollen. Das ist irre und das zeigt, wie weit diese schwarz-gelbe Chaos-Kombo mittlerweile vom Leben der Menschen vor Ort abgehoben ist und warum sie spätestens 2013 zu Recht abgewählt wird.
Eine weitere große Zukunftsaufgabe ist die Bewältigung des demografischen Wandels in unserer Region. Wir wollen dafür sorgen, dass der Kreis Unna eine Region bleibt, in der Junge und Alte, Familien und Senioren, Auszubildende und Facharbeiter zusammen leben.
Dazu müssen wir dafür sorgen, dass unsere Infrastruktur auch bei geringeren Einwohnerzahlen erhalten werden kann: Büchereien, Schulen, Kindergärten, Medizinische Einrichtungen, Theater und Stadthallen, Verkehrsunternehmen, Volksfeste u.v.m. Vielleicht müssen wir dazu bei dem einen oder anderen Vorhaben als Städte noch enger zusammen rücken und arbeitsteilig arbeiten.
Aber ganz sicher werden wir das nicht schaffen, wenn es dafür keine Entlastung und Hilfe vom Land und insbesondere vom Bund gibt. Insofern hat Frank Baranowski mit seiner Rede genau den Punkt getroffen, der uns im Besonderen beschäftigt. Wir können nicht einerseits erwarten, dass die Städte, Gemeinden und der Kreis ihr Angebot unverändert aufrecht erhalten und sich den Zukunftsaufgaben stellen, wenn ihnen auf der anderen Seite die Mittel abgezogen werden.
Es gäbe noch viel zu sagen, aber zum Schluss möchte ich nur noch kurz auf die Herausforderung beim Thema Zukunftschancen durch Bildung eingehen. Und da zunächst mal eine große Anerkennung:
• Studiengebühren abgeschafft
• Letztes Kindergartenjahr beitragsfrei
• Eine Milliarde Euro mehr für Bildung im Haushalt
Und das in etwa 15 Monaten Regierungszeit!
Lieber Rainer, lieber Rüdiger, lieber Wolfram, ganz ehrliche Anerkennung und Dank für das, was die Landesregierung und ihr als SPD-Landtagsfraktion in dieser kurzen Zeit schon erreicht habt. Ihr habt mit Hannelore Kraft zusammen die Latte für 2013, wenn wir im Bund wieder regieren wollen, verdammt hoch gelegt.
Aber wir haben noch einiges zu tun. Bis 2013 soll der Rechtsanspruch für die Unter-3jährigen-Betreuung umgesetzt sein. Die Städte und Gemeinden leisten hier einen großen Kraftakt. Aber auch hier gilt: ohne die Hilfe des Bundes werden die gestiegenen Anforderungen nicht überall zu erreichen sein. Man kann eben nicht in Berlin ein Gesetz machen, den Finanzrahmen eng setzen, gleichzeitig u.a. 1,6 Milliarden Euro für eine sinnlose Hotelierssteuerentlastung den Kommunen wegnehmen und dann erwarten, dass sie schon irgendwie klarkommen! Hier ist der Bund gefordert.
Wir werden gleich eine Reihe von Anträgen für eine moderne Bildungspolitik beraten und beschließen. Neue Herausforderung wie die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf inklusive Bildung für Menschen mit Behinderung gehören ebenso dazu wie der Übergang von der Schule in den Beruf. Dabei sind wir von einem Grundsatz geleitet: wir wollen nicht, dass sich unsere Gesellschaft weiter aufspaltet. Die Gegensätze zwischen arm und reich werden größer und die Mitte, die alles zusammenhält, wird weiter geschwächt. Wir wollen und können nicht akzeptieren, dass mit der Geburt eines Kindes in ein bestimmtes soziales Umfeld, manchmal in eine bestimmte Straße, sein weiterer Lebensweg weitgehend vorher bestimmt wird. Wir können und wollen es nicht akzeptieren, dass die Gruppe derer, die am Rand der Gesellschaft stehen und für die Teilhabe und Arbeit nicht mehr stattfinden, größer wird!
Es ist die Aufgabe der SPD seit fast 150 Jahren, für gleiche Chancen einzutreten. Ich glaube, dieser Einsatz ist heute mehr denn je gefragt. Wir wollen nicht den Punkt austesten, wo das Band des gesellschaftlichen Zusammenhalts wegen der großen Abstände reißt, sondern dafür sorgen, dass eben jede und jeder, wenn er und sie sich anstrengt, eine Chance auf eine Arbeit bekommt, von der man gut leben und zuversichtlich eine Familie gründen kann.
(Alles klar zur Titelverteidigung!)
In der Tat: vor uns liegen nicht einfache Aufgaben. Aber es kommt auf uns selbst an, ob wir ab 2013 gut gerüstet in die Wahlen gehen. Wir müssen auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Aber auch auf dem Boden unserer Grundwerte. Wir müssen weiter mit den Menschen im Gespräch bleiben und das, was sie sagen, auch weiterhin ernst nehmen. Und wir müssen konsequent Partei ergreifen: für alle, die wie wir an sozialen Fortschritt durch Arbeit und Bildung glauben und für alle Schwachen, die andere schon längst abgeschrieben haben. Das können wir am besten und deshalb ist die SPD die Kreis-Unna-Partei.
Und wir können kämpfen. Deshalb: erste Leinen schon jetzt los und dann ab 2013 alles klar machen zur Titelverteidigung!
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Oliver Kaczmarekhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngOliver Kaczmarek2011-09-17 18:22:322011-09-17 18:22:32SPD im Kreis Unna geht geschlossen in die Vorbereitung der Wahljahre
Zum insgesamt zehnten Mal ist Oliver Kaczmarek am vergangenen Samstag mit seinem Roten Rucksack auf Wandertour im Wahlkreis gewesen. Die dritte Station in diesem Jahr war Unna-Lünern. Unter der Führung des Ortsvorstehers und ehemaligen Unnaer Bürgermeisters Wilhelm Dördelmann, ging es bei der Wanderung thematisch unter anderem um den Strukturwandel im ländlichen Raum. Entlang an ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieben, die heute nicht mehr bewirtschaftet werden, bis hin zum Stockumer Hofmarkt, der Produkte aus der Umgebung direkt vermarktet.
Oliver Kaczmarek beantwortet die Fragen der Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Auf der Route gab es auch dieses Mal Orte, an denen Besonderes geleistet wird. Im Hellwegbad wurde die Wandergruppe von ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins Hellweg-Bad e. V. begrüßt und durch das Bad geführt. Das Besondere am Hellwegbad ist, dass es längst geschlossen wäre, wenn sich die rund 700 Mitglieder und die aktiven Akteure des Fördervereins nicht für den Erhalt des Bades einsetzen würden. Eine Erfolgsstory über Bürgerliches Engagement in Lünern. Im Anschluss an die Führung ging es ein paar Meter weiter zur Kirche. Dort erwarteten rund 60 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Lünern, Hemmerde, Mühlhausen und Uelzen ihren Abgeordneten, um ihn kennenzulernen. Die Jugendlichen hatten sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, was sie ihrem Abgeordneten mit auf den Weg geben. Sie wünschen sich beispielsweise Eisdielen, Skateparks und bessere Anbindungen zu den jeweiligen Dörfern mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Zum Abschluss der Wanderung traf die Gruppe am Stockumer Hofmark ein. Dort traf die Gruppe den Landwirt und Betreiber des Hofmarktes Wolfgang Behmenburg. Mit Spaten und Gießkanne ging es dann ans Werk. Denn ein besonderer Baum wartete auf seinen neuen Platz auf dem Gelände des Hofs. Eine Elsbeere, der Baum des Jahres 2011, der aus dem Landschaftsbild fast verschwunden war und nun Bundesweit durch Pflanzaktionen zurückkehren soll.
Eine Rote Rucksack Wanderung hat Oliver Kaczmarek in diesem Jahr noch vor sich. In Bergkamen erwartet die Wanderer dieses Mal eine abendlichen Wanderung entlang der Lichtkunstexponate der Stadt Bergkamen.
Roter Rucksack Wanderung in Bergkamen – Lichtkunst bei Nacht im öffentlichen Raum
Freitag, 07.10.2011, 18:30 Uhr Treffpunkt: Rathaus Bergkamen, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen
Lesen Sie hier die Berichte der diesjährigen Wanderungen in Bönen und Fröndenberg.
Hier einige Impressionen von der Wanderung in Unna-Lünern am 10.09.2011. (Zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken):
Zentrales Thema der ersten Sitzungswoche nach der parlamentarische Sommerpause waren die Beratungen zum Bundeshaushalt 2012. Am Donnerstag wurde auch das Gesetz zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms in erster Lesung in den Bundestag eingebracht. Weitere Informationen dazu in diesem Infodienst.
Hinweisen möchte ich noch auf einen Bericht zur Abgeordnetenreise nach Afghanistan, den ich auf meiner Homepage veröffentlicht habe. Auf www.oliver-kaczmarek.de schildere ich Begegnungen, die ich hatte, und Eindrücke, die ich vor Ort sammeln konnte.
Die Themen dieser Sitzungswoche in Berlin habe ich in diesem Infodienst zusammengefasst.
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2011-09-09 13:07:512011-09-09 13:07:51Bundeshaushalt 2012 und Euro-Rettungsschirm – Zur Sitzungswoche vom 05.-09.09.2011
SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek befragt Bundesregierung zum Ausbau der A45
„Die Antworten der Bundesregierung sind für die Anwohner von Schwerte-Ergste leider nicht befriedigend und geben keine klare Aussage darüber ob die Menschen nach dem Ausbau der A45 mit Lärmschutzmaßnahmen rechnen können oder nicht“, kritisiert der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek.
Aktuell wird die A45 zwischen Westhofen und Hagen ausgebaut, sie soll zukünftig 6-spurig sein. Bereits Ende des Jahres soll der Standstreifen in Fahrtrichtung Dortmund für den Verkehr als 3. Spur frei gegeben werden. Oliver Kaczmarek hat durch Bürgergespräche erfahren, dass sich die Anwohner von Ergste Sorgen über das zusätzliche Lärmaufkommen während des Ausbaus und vor allem nach der Fertigstellung machen.
„Aus diesem Grund habe ich eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Für die Phase des Ausbaus der A45 sieht die Bundesregierung keinen Bedarf für Lärmschutzmaßnahmen. Für die Zeit nach dem 6-streifigen Ausbau will die Bundesregierung noch prüfen, ob Lärmschutzmaßnahmen nötig werden. Dabei sprechen die Zahlen bereits für sich: Die Straßenverkehrsprognose für das Jahr 2025 rechnet mit bis zu 85.000 Kraftfahrzeugen pro Werktag auf dieser Strecke.“, so Kaczmarek. Ein entsprechendes Gutachten sei in Bearbeitung. „Ich werde weiter am Ball bleiben und die Ergebnisse des Gutachten, sobald sie vorliegen, gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem Landtag prüfen.“
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2011-09-09 08:09:172011-09-09 08:09:17Vorerst kein Lärmschutz für die Anwohner von Schwerte-Ergste
Aktuelles – Seite 234 von 265 – Oliver Kaczmarek, Md
40 Jahre BaföG
InfodienstDie Erfolgsstory BAföG war und ist kein Selbstläufer. Ein Blick in die bewegte Geschichte des Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaföG) erinnert an ständige Herausforderungen, die Menschen auch überall zu erreichen, die auf ihren verschiedenen Bildungswegen finanzielle Hilfe wirklich brauchen. Das größte Geschenk, das die Bildungspolitik dem BAföG zu seinem Jubiläum hat machen können, ist der heutige breite Konsens der Parteien für das BAföG. Das von der SPD geschaffene BAföG ist Teil unserer sozialen Kultur geworden.
Bildung entscheidet mehr denn je über die individuellen Lebens- und Berufsperspektiven und über die gesellschaftliche Teilhabe jedes Einzelnen. Die SPD-Bundestagfraktion hält an der emanzipativen Wirkung von Bildung fest. Die nach wie vor starke Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft oder der ökonomischen Leistungsfähigkeit der Familie in Deutschland ist und bleibt deshalb ein Skandal und schürt soziale Ungerechtigkeit.
Das BAföG ist eines der wichtigsten Instrumente, um der sozialen Ungerechtigkeit in der Bildung entgegen zu wirken und Chancengleichheit zu für alle zu sichern. Denn Bildung ist auch Menschenrecht und Chancengleichheit ein Kernbaustein sozialer Gerechtigkeit, gerade in einer offenen und freien Gesellschaft. Darauf hat die SPD den Bürgerinnen und Bürgern mit dem BAföG einen Rechtsanspruch gegeben.
Der breite BAföG-Konsens erlaubt eine vorsichtig optimistische Aussicht auf die Zukunft, wenn die wachsende Bildungsbeteiligung oder die steigende Vielfalt der Bildungswege und -biografien sowie der individuellen Bedarfe und Bedürfnisse noch stärker einfließen werden. Wir brauchen eine zweite Ausdehnung der BAföG-Förderung hinein in mittlere Einkommensgruppen, die heute nicht vom BAföG profitieren können. Denn auch diese Familien geraten schnell an ihre Leistungsgrenzen, etwa wenn sich zwei Kinder gleichzeitig in Ausbildung befinden. Auch die stärkere Förderung berufsbegleitender Bildungsgänge ist ebenso auf der Agenda wie die Überprüfung der angestaubten Altersgrenzen im BAföG oder das überfällige Online-Antragsverfahren.
Was bleibt, ist den Erfolg des BAföG zu feiern und auf weitere 40 erfolgreiche Jahre anzustoßen. Den vielen engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den Studentenwerken und an den Hochschulen wollen wir herzlich für ihre unverzichtbare und engagierte Arbeit danken. Die Politik hat es ihnen nicht immer einfach gemacht, die Förderung schnell und unbürokratisch den Auszubildenden zukommen zu lassen.
Frühkindliche Bildung und Betreuung verbessern – Für Chancengleichheit und Inklusion von Anfang an
InfodienstDas Recht auf angemessene Förderung, Bildung und Teilhabe wird explizit in dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes formuliert. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, allen Kinder Chancengleichheit von Anfang an zu ermöglichen. Bund, Länder und Gemeinden sowie Unternehmen, Organisationen, Wohlfahrtsverbände und Sozialpartner stehen dabei gemeinsam in der Verantwortung.
Leider zeigen die Ergebnisse mehrerer Studien, dass der Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Bildungserfolg in kaum einem anderen Land so stark ist wie in Deutschland. Ein Ausbau der frühkindlichen Bildung bietet die besten Chancen, dieser Entwicklung entgegenzuwirken, besonders für Kinder mit Migrationshintergrund. Eine frühe Förderung kann helfen, Benachteiligungen rechtzeitig auszugleichen und so unser Bildungssystem gerechter zu gestalten. Das von der Bundesregierung geplante „Betreuungsgeld“ setzt hier die falschen Signale. Das Betreuungsgeld soll einen Ausgleich für die Familien bieten, deren Kinder keine Kindertagesstätte besuchen.
Die Qualität und Quantität der frühkindlichen Bildungsangebote in Deutschland muss weiter ausgebaut werden. Der ab 2013 geltende Rechtsanspruch auf Förderung kann nur mit einem massiven Investitionsprogramm mit Hilfe des Bundes gesichert werden. Zudem brauchen wir mehr und besser ausgebildetes Personal in Tageseinrichtungen und in der Tagespflege. Hier muss besonders darauf geachtet werden, den Beruf für Männer sowie Menschen mit Migrationshintergrund attraktiver zu machen. Schließlich müssen wir darauf achten, dass alle Bildungsangebote verstärkt auch für Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht werden. Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt vor, die veranschlagten Mittel aus dem geplanten Betreuungsgeld sowie den vorhergesehenen Steuersenkungen zu nutzen sowie einen Aufschlag auf den Spitzensteuersatz einzuführen, der neben der frühkindlichen Erziehung auch anderen Bildungsbereichen zu Gute kommen soll. Wir brauchen zudem einheitliche Qualitätsstandards und müssen langfristig auf die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für ein- bis sechsjährige Kinder – zunächst für Alleinerziehende und in einem weiteren Schritt für alle Eltern – sowie die schrittweise Befreiung der Betreuungsangebote von Elternbeiträgen hinarbeiten.
Den Antrag der SPD-Bundestagsfraktion finden Sie unter:
http://dip.bundestag.de/btd/17/019/1701973.pdf
Wahlen zum geschäftsführenden Fraktionsvorstand
InfodienstDie SPD-Bundestagsfraktion hat in ihrer Sitzung am Dienstag ihre Fraktionsspitze neu gewählt. Bei der turnusmäßigen Neuwahl zur Halbzeit der Legislaturperiode wurde Frank-Walter Steinmeier mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion wiedergewählt. In geheimer Wahl erhielt er von 127 abgegebenen gültigen Stimmen 119 Ja-Stimmen – das sind 93,7 Prozent. Sechs Abgeordnete stimmten mit Nein, zwei Abgeordnete enthielten sich. Dieses Ergebnis ist ein Vertrauensbeweis für Frank-Walter Steinmeier und ein Zeichen der Geschlossenheit der SPD-Fraktion.
Thomas Oppermann ist mit 64,3 Prozent zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer wiedergewählt worden.
Darüber hinaus wurden neun stellvertretende Fraktionsvorsitzende, drei Parlamentarische Geschäftsführer und die Justiziarin in den Geschäftsführenden Vorstand gewählt (123 abgegebene Stimmen).
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende:
Gernot Erler, Außen und Sicherheit
Elke Ferner, Gesundheit und Soziales
Hubertus Heil, Wirtschaft und Arbeit
Ulrich Kelber, Umwelt
Christine Lambrecht, Innen und Recht
Joachim Poß, Haushalt und Finanzen
Florian Pronold, Verkehr
Axel Schäfer, Europa
Dagmar Ziegler, Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Als weitere Parlamentarische Geschäftsführer wurden gewählt:
Petra Ernstberger, Iris Gleicke und Christian Lange
Justiziarin bleibt Brigitte Zypries
Schülerinnen und Schüler vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna besuchen den Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek in Berlin
Presse und Co.Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek, besuchte die Klasse 9D vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna den Deutschen Bundestag in Berlin. Zunächst nahmen die 32 Schülerinnen und Schüler an einer Führung des Deutschen Bundestages teil. Danach ging es für die Schülergruppe ein paar Meter höher in die Kuppel des Reichstagsgebäudes. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer in einer einstündigen Diskussion mit Oliver Kaczmarek die Möglichkeit, mehr über seine Arbeit als Parlamentarier und seine politischen Standpunkte zu erfahren. „Das politische Interesse der Schülerinnen und Schüler hat mich sehr beeindruckt. Am Rande haben wir aber auch ein bisschen über Fußball reden können.“, so Kaczmarek. Die Schulklasse aus Unna war im Rahmen einer Klassenfahrt nach Berlin gekommen.
2. Praxistag Inklusion: Wer Inklusion will, braucht Sonderpädagogik
ProgrammatischBei meinem zweiten Praxistag zur inklusiven Bildung konnte ich in den Alltag der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (FvB) in Bergkamen-Heil schnuppern. Die FvB ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Dort werden 285 Schülerinnen und Schüler aus dem nördlichen und mittleren Kreis Unna in 24 Klassen von etwa 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet. Die Schule arbeitet als Ganztagsschule.
Bei meiner Veranstaltung zur Inklusiven Bildung im vergangenen Jahr hatte mich die Schulleiterin eingeladen, die Schule zu besuchen, um ein besseres Bild zu bekommen, wie eine Förderschule funktioniert. Das habe ich gerne angenommen und ich haben tatsächlich ein anderes, vielleicht vollständigeres Bild davon bekommen, wie diese Schulform arbeitet.
Der Praxistag beginnt am Morgen mit dem Besuch der Unterstufe. In der FvB lernen die jüngsten Schülerinnen und Schüler mehrerer Jahrgangsstufen zusammen in einer Klasse. Zunächst lösen sie individuell Aufgaben mit Hilfe von passenden Lernmaterialien wie Puzzle oder Spiele. Danach gibt es einen gemeinsamen Morgenkreis, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen täglich wiederkehrenden Rhythmus durchlaufen. Dabei füllen sie ihr Klassenhaus, das symbolisch an der Wand hängt, mit ihren Bildern, Namen und Symbolen. In der Klasse sind zwei Lehrerinnen anwesend, die sich um die Kinder kümmern und sie bei der Lösung der Aufgaben unterstützen. Nach dem Morgenkreis geht es in zwei Lerngruppen weiter.
Für mich geht danach weiter in die Oberstufe. Hier sind die Schülerinnen und Schüler schon etwas älter, schätzungsweise um die 14-16 Jahre. Auch hier arbeiten sie individuell an der Lösung ihrer Aufgaben. In dieser Klasse haben die Lehrer das Wochenplan-Prinzip eingeführt. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler erhalten ihr Arbeitspensum für eine ganze Woche zu Beginn und entscheiden selbst, in welcher Reihenfolge sie die einzelnen Aufgabenblöcke abarbeiten. Die einen rechnen, die zweiten lesen und die dritten machen freie Aufgaben. Am Ende der Stunde wird Bilanz gezogen und die Schüler geben an, welchen Aufgabenblock sie bearbeitet haben. Durch das Abhaken von Blöcken auf einer für alle sichtbaren Übersicht können sie ihren Arbeitsfortschritt dokumentieren und sehen. In der Pause nehmen dann alle ihr gemeinsames Frühstück ein, das eine andere Gruppe aus dieser Klasse in der Zwischenzeit vorbereitet hat.
Die Pausenstruktur hat die Schule vor einigen Jahren umgestellt. Die Schülerinnen und Schüler verbringen ihre Pause beaufsichtigt außerhalb des Klassenraumes in einem bestimmten Bereich der Schulgebäude und auf dem Hof. So können sie selbst darüber entscheiden, wie und mit wem sie ihre Pause verbringen möchten.
Im Anschluss nehme ich an einer Gesprächsrunde von Lehrerinnen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern der Schule teil. Die Schülerinnen und Schüler der Werkstufe berichten zum Beispiel über ihren Alltag im Metallbau oder in der Wäscherei. Sie kommen aber auch sehr direkt zu dem, was ihre Schule ausmacht („Die Lehrer sind cool“) oder zu dem, was sie von ihrer Schule und dem Leben nach der Schule erwarten. Sie wollen etwas machen, „um im Leben einmal weiter zu kommen“. Das übergreifende Thema unserer Region, der Übergang von der Schule in den Beruf, ist auch hier das wichtigste Thema für Schüler und Eltern. Diese sorgen sich darum, dass es zu wenige Plätze für ihre Kinder in Werkstätten für Behinderte gibt und sie regen u.a. an, dass mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung im öffentlichen Sektor geschaffen werden. Die meisten von ihnen haben sich bewusst für den Besuch einer Förderschule und gegen den gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule entschieden.
Meine vorläufige Schlussfolgerung dieses zweiten Praxistags: wer inklusive Bildung will, d.h. möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen lassen, der braucht die Sonderpädagogik. In der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule arbeiten Expertinnen und Experten für die Pädagogik für besondere Kinder. Ihr Wissen, ihre Möglichkeiten, auf Kinder mit Behinderung individuell einzugehen, werden auch in der inklusiven Bildung benötigt. Es wäre ein Irrglaube, wenn man meinte, alle Lehrer müssten nur ein bisschen Sonderpädagogik im Studium zusätzlich studieren und schon könnten sie auch inklusiv unterrichten.
Viel mehr geht es darum, dass alle Lehrerinnen und Lehrer mit heterogenen Lerngruppen arbeiten können und zusammen mit Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen im Team eine inklusive Klasse unterrichten können. Davon sind wir leider in unserem derzeit auf Selektion angelegten gegliederten Schulsystem entfernt. Aber ich bemerke auch, wie das Interesse an der jeweils anderen Berufsrichtung zunimmt und wie die Bereitschaft zur Kooperation wächst. Inklusion ist derzeit eines der wirklich großen Themen der Bildungspolitik. Und alle können voneinander lernen. Ich würde gerne die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen ermuntern, ihre Kompetenz im Umgang mit heterogenen Lerngruppen etwa oder mit jahrgangsübergreifendem Unterricht selbstbewusst in die Inklusionsdebatte einzubringen. Denn davon können auch die allgemeinen Schulen lernen.
Der nächste Praxistag im Oktober führt mich dann in den gemeinsamen Unterricht. Darauf bin ich gespannt. Und nach diesem Praxistag werde ich Bilanz ziehen und gemeinsam mit meinem Kollegen aus dem Landtag und den Kreispolitikern ganz konkrete nächste Schritte vereinbaren. So können wir gemeinsam daran mitwirken, dass der Kreis Unna tatsächlich ein Vorreiter für inklusive Bildung wird!
Ungebrochenes Interesse an Mehrgenerationenhäusern
Presse und Co.SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek begrüßt Bewerbungen aus dem Kreis Unna und erklärt:
Die Nachfrage nach Mehrgenerationenhäusern ist nach wie vor sehr hoch. Das belegt die Zahl von 603 Interessenbekundungen für einen Bundeszuschuss. Darunter sind allein 160 Neubewerbungen – drei davon aus dem Kreis Unna.
Im November sollen diejenigen Träger sich konkret um einen Zuschuss bewerben können, die nun aus den Interessenbekundungen ausgewählt werden. Einen Bestandsschutz für bereits erfolgreich arbeitende Häuser gibt es nicht. Im Gegenteil – die Höhe von 160 Neubewerbungen zeigt, dass die Konkurrenz groß ist, zumal anstelle von bisher 500 nur noch 450 Mehrgenerationenhäuser gefördert werden.
Das Familienministerium muss nun schauen, dass die Infrastruktur vor Ort in den Städten und Gemeinden dauerhaft gesichert werden kann. Wir brauchen flächendeckend Anlaufstellen für alle Generationen, in der soziale und passgenau auf die Region abgestimmte Angebote gemacht werden. Die SPD-Bundestagsfraktion hat frühzeitig das Potenzial der Mehrgenerationenhäuser für die Kommunen erkannt und sich mit Erfolg für ein Anschlussprogramm eingesetzt.
Einige bereits bestehende Mehrgenerationenhäuser konnten am Interessenbekundungsverfahren nicht teilnehmen, da sie keine Zusage für den verpflichtenden Zuschuss der Kommunen bzw. Ländern von 10.000 Euro im Jahr erhalten haben. Viele finanzschwache Gemeinden können diese freiwillige Leistung – obwohl gewollt und als sinnvolle Investition angesehen – nicht aufbringen. Der bescheidene Zeitraum und die kurzfristige Ankündigung des Bewerbungsverfahrens in den Sommermonaten hat nicht geholfen. Eine gute Infrastruktur bricht dort weg.
Die SPD wird sich auch weiterhin für den Erhalt der Mehrgenerationenhäuser einsetzen und der Bundesregierung im weiteren Verfahren genau auf die Finger schauen.
SPD im Kreis Unna geht geschlossen in die Vorbereitung der Wahljahre
ProgrammatischAuf dem heutigen Parteitag der SPD im Kreis Unna wurde ich erneut mit einem großen Vertrauensbeweis der Delegierten zum Unterbezirksvorsitzenden gewählt. Diese Funktion ist mir besonders wichtig, denn ich vertrete als Unterbezirksvorsitzender 6.125 Mitglieder der SPD in den 52 Ortsvereinen des Kreises Unna. Mit insgesamt fünf Abgeordneten im Landtag und im Bundestag, acht Bürgermeistern aus der SPD, einem Landrat, mehr als 200 Mitgliedern der SPD-Ratsfraktionen und 30 Kreistagsmitgliedern übernimmt die SPD Verantwortung für den Kreis Unna auf allen politischen Ebenen. Heute ist nun der 21köpfige Unterbezirksvorstand gewählt worden, der in den nächsten beiden Jahren vor allem die Aufgabe hat, die Grundlagen sowohl organisatorisch als auch programmatisch als auch personell für die Wahljahre 2013 bis 2015 zu legen. Alle Vorstandsmitglieder wurden mit teils herausragenden Ergebnissen ausgestattet. Das zeigt die große Geschlossenheit, mit der die SPD ihre Verantwortung trägt. Zugleich wurden wichtige Anträge mit Zukunftsthemen für den Kreis Unna beschlossen, die in wenigen Tagen auf der Internetseite des SPD-Unterbezirks Unna genauso veröffentlicht werden, wie die Wahlergebnisse.
Vorab an dieser Stelle schon einmal mein politischer Bericht über die Arbeit des SPD-Unterbezirksvorstands 2009-2011 und den Ausblick auf die folgenden Jahre:
Bürgerliches Engagement und ländlicher Strukturwandel – Roter Rucksack in Unna-Lünern
Im GesprächZum insgesamt zehnten Mal ist Oliver Kaczmarek am vergangenen Samstag mit seinem Roten Rucksack auf Wandertour im Wahlkreis gewesen. Die dritte Station in diesem Jahr war Unna-Lünern. Unter der Führung des Ortsvorstehers und ehemaligen Unnaer Bürgermeisters Wilhelm Dördelmann, ging es bei der Wanderung thematisch unter anderem um den Strukturwandel im ländlichen Raum. Entlang an ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieben, die heute nicht mehr bewirtschaftet werden, bis hin zum Stockumer Hofmarkt, der Produkte aus der Umgebung direkt vermarktet.
Oliver Kaczmarek beantwortet die Fragen der Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Auf der Route gab es auch dieses Mal Orte, an denen Besonderes geleistet wird. Im Hellwegbad wurde die Wandergruppe von ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins Hellweg-Bad e. V. begrüßt und durch das Bad geführt. Das Besondere am Hellwegbad ist, dass es längst geschlossen wäre, wenn sich die rund 700 Mitglieder und die aktiven Akteure des Fördervereins nicht für den Erhalt des Bades einsetzen würden. Eine Erfolgsstory über Bürgerliches Engagement in Lünern. Im Anschluss an die Führung ging es ein paar Meter weiter zur Kirche. Dort erwarteten rund 60 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Lünern, Hemmerde, Mühlhausen und Uelzen ihren Abgeordneten, um ihn kennenzulernen. Die Jugendlichen hatten sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, was sie ihrem Abgeordneten mit auf den Weg geben. Sie wünschen sich beispielsweise Eisdielen, Skateparks und bessere Anbindungen zu den jeweiligen Dörfern mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Zum Abschluss der Wanderung traf die Gruppe am Stockumer Hofmark ein. Dort traf die Gruppe den Landwirt und Betreiber des Hofmarktes Wolfgang Behmenburg. Mit Spaten und Gießkanne ging es dann ans Werk. Denn ein besonderer Baum wartete auf seinen neuen Platz auf dem Gelände des Hofs. Eine Elsbeere, der Baum des Jahres 2011, der aus dem Landschaftsbild fast verschwunden war und nun Bundesweit durch Pflanzaktionen zurückkehren soll.
Eine Rote Rucksack Wanderung hat Oliver Kaczmarek in diesem Jahr noch vor sich. In Bergkamen erwartet die Wanderer dieses Mal eine abendlichen Wanderung entlang der Lichtkunstexponate der Stadt Bergkamen.
Roter Rucksack Wanderung in Bergkamen – Lichtkunst bei Nacht im öffentlichen Raum
Freitag, 07.10.2011, 18:30 Uhr
Treffpunkt: Rathaus Bergkamen, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen
Lesen Sie hier die Berichte der diesjährigen Wanderungen in Bönen und Fröndenberg.
Hier einige Impressionen von der Wanderung in Unna-Lünern am 10.09.2011. (Zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken):
Bundeshaushalt 2012 und Euro-Rettungsschirm – Zur Sitzungswoche vom 05.-09.09.2011
Im GesprächZentrales Thema der ersten Sitzungswoche nach der parlamentarische Sommerpause waren die Beratungen zum Bundeshaushalt 2012. Am Donnerstag wurde auch das Gesetz zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms in erster Lesung in den Bundestag eingebracht. Weitere Informationen dazu in diesem Infodienst.
Hinweisen möchte ich noch auf einen Bericht zur Abgeordnetenreise nach Afghanistan, den ich auf meiner Homepage veröffentlicht habe. Auf www.oliver-kaczmarek.de schildere ich Begegnungen, die ich hatte, und Eindrücke, die ich vor Ort sammeln konnte.
Die Themen dieser Sitzungswoche in Berlin habe ich in diesem Infodienst zusammengefasst.
Mit freundlichen Grüßen
Oliver Kaczmarek
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Die Themen:
1. Bundeshaushalt 2012
2. Erste Lesung zum europäischen Stabilisierungsmechanismus
3. Pakt für Bildung und Entschuldung – Beschluss des SPD-Parteivorstandes
Vorerst kein Lärmschutz für die Anwohner von Schwerte-Ergste
Presse und Co.SPD-Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek befragt Bundesregierung zum Ausbau der A45
„Die Antworten der Bundesregierung sind für die Anwohner von Schwerte-Ergste leider nicht befriedigend und geben keine klare Aussage darüber ob die Menschen nach dem Ausbau der A45 mit Lärmschutzmaßnahmen rechnen können oder nicht“, kritisiert der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek.
Aktuell wird die A45 zwischen Westhofen und Hagen ausgebaut, sie soll zukünftig 6-spurig sein. Bereits Ende des Jahres soll der Standstreifen in Fahrtrichtung Dortmund für den Verkehr als 3. Spur frei gegeben werden. Oliver Kaczmarek hat durch Bürgergespräche erfahren, dass sich die Anwohner von Ergste Sorgen über das zusätzliche Lärmaufkommen während des Ausbaus und vor allem nach der Fertigstellung machen.
„Aus diesem Grund habe ich eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Für die Phase des Ausbaus der A45 sieht die Bundesregierung keinen Bedarf für Lärmschutzmaßnahmen. Für die Zeit nach dem 6-streifigen Ausbau will die Bundesregierung noch prüfen, ob Lärmschutzmaßnahmen nötig werden. Dabei sprechen die Zahlen bereits für sich: Die Straßenverkehrsprognose für das Jahr 2025 rechnet mit bis zu 85.000 Kraftfahrzeugen pro Werktag auf dieser Strecke.“, so Kaczmarek. Ein entsprechendes Gutachten sei in Bearbeitung. „Ich werde weiter am Ball bleiben und die Ergebnisse des Gutachten, sobald sie vorliegen, gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem Landtag prüfen.“