Kaczmarek mit rotem Rucksack auf den Spuren des Wandels in Bönen
Bönen. Was haben Städte und Gemeinden von den Entscheidungen, die in Berlin getroffen werden? Bei seiner Roter-Rucksack-Wanderung machte der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek diese Frage ganz konkret: Gemeinsam mit Interessierten aus Bönen und Umgebung erkundete er in Bönen Orte, an denen sich die Bergbaugeschichte, der Strukturwandel und neue Investitionen in die Zukunft der Gemeinde verbinden. Die Führung übernahm Gemeinderatsmitglied Thomas Köster, der unterwegs die Geschichte der Quartiere und aktuelle Vorhaben erläuterte.
Der rote Rucksack steht dabei symbolisch für den Austausch zwischen Wahlkreis und Hauptstadt: Unterwegs sammelt Kaczmarek Eindrücke, Fragen und Anregungen der Menschen vor Ort und nimmt sie mit in seine parlamentarische Arbeit nach Berlin.
„Bei unseren Wanderungen schauen wir gemeinsam darauf, was sich vor Ort verändert, was gut gelingt und wo noch Unterstützung gebraucht wird. Diese Eindrücke und die Anliegen der Menschen nehme ich in meinem roten Rucksack sinnbildlich mit nach Berlin. Denn gute Politik beginnt damit, zuzuhören und genau hinzusehen“, erklärt Kaczmarek.
Ausgangspunkt war der Förderturm der ehemaligen Zeche Königsborn III/IV. Das 1929 fertiggestellte, von Alfred Fischer entworfene Bauwerk ist ein bedeutendes Zeugnis der Industriearchitektur und eine weithin sichtbare Landmarke. Heute bietet der Turm Raum für Kultur, Veranstaltungen und Begegnungen. Für die notwendige Fassadensanierung liegt bereits eine Zusage für Bundesfördermittel vor. Weitere Mittel werden benötigt, um die Sanierung vollständig finanzieren zu können.
„Der Förderturm steht für die Geschichte Bönens und hat zugleich einen festen Platz im heutigen Gemeindeleben. Die Bundesförderung ist ein wichtiger Schritt für seinen Erhalt. Jetzt kommt es darauf an, auch die weitere Finanzierung auf den Weg zu bringen“, so Kaczmarek.
Vom Förderturm führte der Weg durch die Zechenstraße entlang der alten Zechenhäuser und weiter in die Steinstraße. Die kleine, für den Durchgangsverkehr geschlossene Siedlung mit ihren vielfach liebevoll renovierten Häusern machte anschaulich, wie sich ein ehemaliges Bergarbeiterquartier zu einem attraktiven Wohnumfeld entwickeln kann, ohne seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren. Kösters Erläuterungen verbanden die Geschichte der Siedlung mit dem Wandel, den Bönen bis heute durchläuft.
Vorbei am Gemeindeteich ging es anschließend in die Fußgängerzone. Im Schaufenster eines leerstehenden Geschäfts konnte sich die Gruppe anhand ausgestellter Pläne ein Bild von der vorgesehenen Neugestaltung machen. Mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land sollen die Fußgängerzone und der angrenzende Park aufgewertet werden. Ziel ist eine attraktivere Gemeindemitte, die zum Verweilen und Begegnen einlädt.
Auch am Bahnhof richtet sich der Blick nach vorn: Die geplante neue Unterführung für Fußgänger und Radfahrende sowie die barrierefreie Anbindung sollen Wege erleichtern und die Verbindung zwischen den Ortsteilen verbessern. Auf dem Rückweg zum Förderturm führte die Wanderung schließlich am entstehenden Sportpark vorbei.
Dort wird besonders deutlich, wie Bundesmittel die Entwicklung vor Ort unterstützen: Der Bau des neuen Sportparks wird aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert. Gebaut werden aktuell zwei moderne Fußballplätze und ein gemeinsames Vereinsheim für den FC Bönen und die Spielvereinigung Bönen. Kaczmarek hatte sich in Berlin für die Förderung eingesetzt.
„Wenn wir in Berlin über Förderprogramme entscheiden, geht es am Ende um konkrete Verbesserungen im Alltag: um eine attraktive Ortsmitte, gute Bedingungen für den Vereinssport und den Erhalt unserer gemeinsamen Geschichte. Bönen zeigt, wie Fördermittel sinnvoll eingesetzt werden und neue Möglichkeiten schaffen“, betont Kaczmarek.
Zum Abschluss kamen die Teilnehmenden bei Bratwurst und Getränken am Förderturm zusammen. In entspannter Atmosphäre setzte Kaczmarek den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern fort. Dabei bot sich Gelegenheit, die Eindrücke der Wanderung zu vertiefen und weitere Anliegen anzusprechen.
Kaczmarek dankte Thomas Köster für die anschauliche Führung und den Teilnehmenden für die Gespräche: „Bönen bewahrt seine Geschichte und gestaltet gleichzeitig seine Zukunft. Dahinter stehen engagierte Menschen, gute Ideen und die Zusammenarbeit von Gemeinde, Land und Bund. Ich freue mich darauf, nach und nach die Ergebnisse zu sehen – und nehme aus den heutigen Gesprächen viele Anregungen für meine Arbeit in Berlin mit.“

Büro Kaczmarek