Auf dem Weg zum bildungspolitischen Ziel der Chancengleichheit gibt es noch viel zu tun, wie die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2018 zeigen, der in dieser Woche im Plenum vorgestellt wurde. Jeder vierte Schüler hat Probleme mit dem Zugang zu Bildung und der Nutzung von entsprechenden Angeboten. Das bedeutet eine „bildungsbezogene Riskolage“. Kinder aus Haushalten mit niedrigerem Bildungsstand besuchen seltener (54%) allgemeinbildende Schulen, die zu einer Hochschulreife führen, als Kinder aus Haushalten mit hohem Bildungsgrad (76%).
Im Koalitionsvertrag haben wir eine Bund-Länder-Initiative verankert, die Schulen in benachteiligten sozialen Lagen und mit besonderen Aufgaben der Integration besser fördern soll, um diese sozialen Ungleichheiten zu überwinden. Im Haushalt 2019 haben wir hierfür eine Anschubfinanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro eingestellt.
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2019-01-18 14:12:522019-01-18 14:12:52Mehr Chancengleichheit und Kooperation in der Bildung
In dieser Woche haben wir im Bundestag in zweiter und dritter Lesung den Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums zur Einstufung Georgiens, der Demokratischen Volksrepublik Algerien, des Königreichs Marokko und der Tunesischen Republik als sichere Herkunftsstaaten beraten. Mit dieser Einstufung kann die Dauer von Asylverfahren und die Rückführung im Falle einer Ablehnung beschleunigt werden, wenn für die Betroffenen die Chancen auf Gewährung von Asyl gering sind. Davon unberührt bleibt die individuelle Prüfung eines Asylrechts. Insbesondere sieht der Gesetzentwurf vor, die Darlegungs- und Beweislast im Verfahren umzukehren, Ausreise- und Klagefristen sowie den Instanzenzug zu verkürzen. Außerdem sieht der Entwurf die Pflicht vor, bis zum Ende des Verfahrens in der Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen. Ausdrücklich im Gesetzestext verankert wird auch der grundsätzliche Zugang zu einer speziellen Rechtsberatung für besonders verletzliche Flüchtende (zum Beispiel unbegleitete Minderjährige, Opfer von Menschenhandel und Folteropfer).
Den Entwurf eines Gesetzes zur Einstufung Georgiens, der Demokratischen Volksrepublik Algerien, des Königreichs Marokko und der Tunesischen Republik als sichere Herkunftsstaaten gibt es hier: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/053/1905314.pdf
Das Grundsatzpapier der SPD-Bundestagsfraktion zur Bildungs- und Familienpolitik benennt die konkreten Maßnahmen, die zur Stärkung von Kindern und Familien angegangen werden sollen. Aufbauend auf den bereits erreichten Erfolgen des Gute-Kita-Gesetzes, der Ausweitung des Elterngeldes, der Reform des Unterhaltsvorschusses, des Präventionsgesetzes zur Gesundheitsförderung von Kindern und der Einführung der Brückenteilzeit stehen dabei besonders folgende Projekte im Fokus:
Einführung einer Kindergrundsicherung
Verbesserung der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher mit einer Kita-Fachkräfteoffensive
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion mahnt, die Grundgesetzänderungen für den Digitalpakt dürfen durch den Bundesrat nicht auf die lange Bank geschoben werden.
„Es ist legitim, dass der Bundesrat über die Details der Grundgesetzänderung im Vermittlungsausschuss noch einmal beraten möchte.
Für die SPD-Bundestagsfraktion bleibt klar: Wir wollen endlich ein neues Kapitel der Kooperation von Bund und Ländern in der Bildung aufschlagen. Das Kooperationsverbot muss fallen. Der Digitalpakt darf nicht zur dauerhaften Hängepartie werden. Er braucht eine verfassungsrechtliche Grundlage, weil für den Bund die unverbindliche Weitergabe von Steuermitteln nicht akzeptabel ist.“
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2017/11/berlin-1826557_640.jpg426640Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2018-12-14 14:45:432018-12-14 14:45:43Der Digitalpakt darf nicht zur Hängepartie werden
Mit dem Gute-Kita-Gesetz möchten wir zwei Ziele erreichen. Erstens geht es darum die Qualität der Kindertagesstätten zu sichern und zweitens darum die Gebührenfreiheit auszuweiten. Familien die Wohngeld, Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungsgesetz erhalten sollen mit dem Gesetz unbürokratisch von den Gebühren befreit werden. Für die Verbesserung der Qualität stellt der Bund den Ländern einen Instrumentenkasten mit zehn unterschiedlichen Maßnahmen zur Verfügung. Die Länder können damit die Mittel flexibel und bedarfsgerecht einsetzen. Für die Umsetzung stehen bis zum Jahr 2022 insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit jedem Bundesland werden Verträge geschlossen, damit das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird.
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2018-12-14 14:03:482018-12-14 14:03:48Damit es jedes Kind packt – das Gute-Kita-Gesetz
In erster Lesung wurde diese Woche ein Gesetzentwurf beraten, der es zum Ziel hat, dass gesetzlich Versicherte schneller einen Arzttermin bekommen. Dazu sollen die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung ausgebaut werden. Bislang vergeben diese Stellen nur Termine für Fachärzte und Psychotherapeuten. Zukünftig sollen sie auch ansprechbar sein für Notfälle und ambulante Versorgung. Für gesetzlich Versicherte wird auch das Mindestsprechstundenangebot erhöht. Ärzte müssen in Zukunft 25 statt 20 Stunden anbieten.
Im Zuge des Gesetzes wird auch der GKV-Leistungskatalog ausgeweitet. Versicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko können in Zukunft die medizinische HIV-Vorsorge PrEP (steht für „Prä-Expositions-Prophylaxe“, auf Deutsch: Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt) in Anspruch nehmen. Krebspatienten, denen durch die onkologische Therapie ein Fruchtbarkeitsverlust droht können Ei- oder Samenzellen konservieren lassen.
Seit zwei Ärztinnen verurteilt wurden, weil sie über die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs in ihren Praxen im Internet informiert hatten, gibt es eine Debatte über die betreffende Regelung im Paragraph 219 a des Strafgesetzbuchs. Dieser untersagt eigene oder fremde Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs öffentlich anzubieten oder anzupreisen. Im Frühjahr hat sich die Koalition darauf verständigt im Herbst einen Vorschlag vorzulegen. Diese Woche hat die Verhandlungsgruppe unter Beteiligung der SPD-Ministerinnen Katharina Barley und Franziska Giffey einen tragfähigen Kompromiss vorgelegt. Mit der Definition was eine legale Information und was eine illegale Werbung ist, wird das wichtigste Ziel sichergestellt: Ärzte, die über den Schwangerschaftsabbruch informieren sind in Zukunft straffrei. Der Bundestag wird im nächsten Jahr über einen entsprechenden Gesetzentwurf abstimmen.
Dazu finden Sie hier die Mitteilung der Bundesregierung:
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.png00Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2018-12-14 14:02:282018-12-14 14:02:43Straffreiheit für informierende Ärzte und Ärztinnen beim Schwangerschaftsabbruch
Mit einem Antrag zum Ergebnis der Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union wird das vorliegende Vertragswerk unterstützt. Es wird die Erwartung formuliert, dass der nächste Schritt ein verbindlicher Abschluss des Abkommens ist. Eine Neuverhandlung des Ergebnisses wird abgelehnt, denn bessere und fairere Bedingungen wird es für keine der beiden Seiten geben. Nur der vertraglich geregelte Austritt kann die zukünftigen Handelsbeziehungen so eng wie möglich gestalten.
In diesem Sommer ging es für mich von Kamen nach Berlin. Für mein Studium der Kommunikationswissenschaft hatte ich die Chance, ein achtwöchiges Praktikum beim Deutschen Bundestag im Büro des Abgeordneten Oliver Kaczmarek (SPD) aus Kamen zu absolvieren. Eine Zeit voller neuer und interessanter Einblicke in die politische Welt in Berlin.
Anfang August hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Deutschen Bundestag. Nach einer Vorstellungsrunde mit dem gesamten Team bekam ich einen Hausausweis ausgehändigt, der mir Zugang zu allen Gebäuden des Deutschen Bundestages gewährte. Da fühlt man sich doch etwas besonders…
In den ersten drei Tagen bekam ich von allen Mitgliedern des Teams von Herrn Kaczmarek eine Einführung in ihren jeweiligen Aufgabenbereich, hausinterne Abläufe, sowie eine Führung durch die Gebäude des Bundestages. Das Team besteht aus einem Büroleiter, einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin und einer Mitarbeiterin, die für die Büroorganisation zuständig ist.
Innerhalb des Büros konnte ich Aufgaben aus allen Arbeitsbereichen der drei MitarbeiterInnen übernehmen. Während ich dem Büroleiter vor allem bei Hintergrundrecherchen zu aktuellen politischen Themen oder bei der inhaltlichen Vor- und Nachbereitung von Terminen half, unterstützte ich die Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Themen Social Media und Öffentlichkeitsarbeit. So konnte ich Erfahrung in dem Verfassen von Beiträgen sammeln, die von der Öffentlichkeit und den Medien besonders kritisch beobachtet werden.
Zu meinen Aufgaben gehörten aber auch organisatorische Tätigkeiten, wie beispielsweise Termine im Wahlkreis oder in Berlin zu organisieren und Herrn Kaczmarek über die Teilnehmer und Inhalte informieren.
Herr Kaczmarek selbst ist etwa jede zweite Woche im Berliner Büro. Man unterscheidet bei Abgeordneten zwischen Wahlkreiswochen, in denen Herr Kaczmarek Termine im Kreis Unna wahrnimmt und Sitzungswochen, in denen er sich im Bundestag aufhält und an Terminen in Berlin teilnimmt. Während der Sitzungswochen durfte ich Herrn Kaczmarek zu vielen Terminen begleiten. Dies umfasste sowohl Termine in Ausschüssen, Arbeitsgruppen, als auch Termine mit Delegationen aus anderen Ländern oder Experten zu Bildungsthemen. Auch abends hatte ich die Möglichkeit Veranstaltungen zu besuchen, die hauptsächlich für Mitglieder des Bundestages oder deren Mitarbeiter, Wirtschaftsvertreter oder Journalisten organisiert waren. Auf diesen Parlamentarischen Abenden war es besonders interessant, hinter das politische Geschehen von Berlin zu blicken.
Nach den zwei Monaten im Praktikum hatte ich letztlich ein großes Spektrum an Aufgaben kennengelernt und konnte viele neue Kontakte knüpfen. Es war besonders spannend zu sehen, wie die politische Berichterstattung hinter den Kulissen abläuft und dass der Tagesablauf eines Abgeordneten so viel mehr umfasst, als sich morgens in das Büro oder den Plenarsaal des Bundestages zu setzen. Der Terminkalender eines Abgeordneten ist eben immer gefüllt mit spannenden Charakteren zu großen Themen. Die Zeit und die Eindrücke im Zentrum der Deutschen Demokratie werde ich definitiv nie vergessen.
Dieser Artikel von Marie Fuhr erschien zuerst auf www.kamen.web.de
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2018/12/bundestag18DR.jpg6671000Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2018-12-12 14:50:372018-12-17 16:36:30Ein Sommer im Deutschen Bundestag
Oliver Kaczmarek, bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
„Wir wollen ein neues Kapitel des kooperativen Bildungsföderalismus aufschlagen, damit Initiativen wie der Digitalpakt oder ein Ganztagsschulprogramm umgesetzt werden können. Es ist legitim, wenn die Länder über die Rahmenbedingungen der Finanzinvestitionen verhandeln wollen, die sich aus der im Bundestag beschlossenen Änderung des Grundgesetzes ergeben. Es dürfen jedoch nicht die zusätzlichen Kooperationsmöglichkeiten von Bund und Ländern als Ganzes in Frage gestellt werden, wie es die schwarz-grünen Ministerpräsidenten immer wieder tun. Für den Digitalpakt brauchen wir zügig die Änderung des Grundgesetzes, damit der Bund flächendeckend in die Bildungsinfrastruktur von Ländern und Kommunen investieren kann.“
https://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2017/12/Oliver-Kaczmarek-170524-326.jpg13652048Archivhttps://www.oliver-kaczmarek.de/wp-content/uploads/2025/10/ok-logo-mdb-adler.pngArchiv2018-12-05 16:00:412018-12-05 16:01:35Statement zur Debatte um die Grundgesetzänderung
Aktuelles – Seite 93 von 273 – Oliver Kaczmarek, Md
Mehr Chancengleichheit und Kooperation in der Bildung
Infodienst, Zukunftsaufgabe BildungAuf dem Weg zum bildungspolitischen Ziel der Chancengleichheit gibt es noch viel zu tun, wie die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2018 zeigen, der in dieser Woche im Plenum vorgestellt wurde. Jeder vierte Schüler hat Probleme mit dem Zugang zu Bildung und der Nutzung von entsprechenden Angeboten. Das bedeutet eine „bildungsbezogene Riskolage“. Kinder aus Haushalten mit niedrigerem Bildungsstand besuchen seltener (54%) allgemeinbildende Schulen, die zu einer Hochschulreife führen, als Kinder aus Haushalten mit hohem Bildungsgrad (76%).
Im Koalitionsvertrag haben wir eine Bund-Länder-Initiative verankert, die Schulen in benachteiligten sozialen Lagen und mit besonderen Aufgaben der Integration besser fördern soll, um diese sozialen Ungleichheiten zu überwinden. Im Haushalt 2019 haben wir hierfür eine Anschubfinanzierung in Höhe von zwei Millionen Euro eingestellt.
Den Nationalen Bildungsbericht 2018 gibt es hier: https://www.bildungsbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2018/pdf-bildungsbericht-2018/bildungsbericht-2018.pdf
Meine Rede im Deutschen Bundestag zu diesem Thema gibt es hier: https://dbtg.tv/fvid/7318028
Ausweisung weiterer sicherer Herkunftsstaaten
Infodienst, Inneres und JustizIn dieser Woche haben wir im Bundestag in zweiter und dritter Lesung den Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums zur Einstufung Georgiens, der Demokratischen Volksrepublik Algerien, des Königreichs Marokko und der Tunesischen Republik als sichere Herkunftsstaaten beraten. Mit dieser Einstufung kann die Dauer von Asylverfahren und die Rückführung im Falle einer Ablehnung beschleunigt werden, wenn für die Betroffenen die Chancen auf Gewährung von Asyl gering sind. Davon unberührt bleibt die individuelle Prüfung eines Asylrechts. Insbesondere sieht der Gesetzentwurf vor, die Darlegungs- und Beweislast im Verfahren umzukehren, Ausreise- und Klagefristen sowie den Instanzenzug zu verkürzen. Außerdem sieht der Entwurf die Pflicht vor, bis zum Ende des Verfahrens in der Erstaufnahmeeinrichtung zu wohnen. Ausdrücklich im Gesetzestext verankert wird auch der grundsätzliche Zugang zu einer speziellen Rechtsberatung für besonders verletzliche Flüchtende (zum Beispiel unbegleitete Minderjährige, Opfer von Menschenhandel und Folteropfer).
Den Entwurf eines Gesetzes zur Einstufung Georgiens, der Demokratischen Volksrepublik Algerien, des Königreichs Marokko und der Tunesischen Republik als sichere Herkunftsstaaten gibt es hier: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/053/1905314.pdf
SPD-Bundestagsfraktion beschließt Grundsatzpapier Kinder, Chancen, Bildung
Infodienst, Zukunftsaufgabe BildungDas Grundsatzpapier der SPD-Bundestagsfraktion zur Bildungs- und Familienpolitik benennt die konkreten Maßnahmen, die zur Stärkung von Kindern und Familien angegangen werden sollen. Aufbauend auf den bereits erreichten Erfolgen des Gute-Kita-Gesetzes, der Ausweitung des Elterngeldes, der Reform des Unterhaltsvorschusses, des Präventionsgesetzes zur Gesundheitsförderung von Kindern und der Einführung der Brückenteilzeit stehen dabei besonders folgende Projekte im Fokus:
Das gesamte Papier finden Sie hier:
https://www.spdfraktion.de/system/files/documents/beschluss-kinder-chancen-bildung-spd-20190110.pdf
Der Digitalpakt darf nicht zur Hängepartie werden
Im Gespräch, Presse und Co.Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion mahnt, die Grundgesetzänderungen für den Digitalpakt dürfen durch den Bundesrat nicht auf die lange Bank geschoben werden.
„Es ist legitim, dass der Bundesrat über die Details der Grundgesetzänderung im Vermittlungsausschuss noch einmal beraten möchte.
Für die SPD-Bundestagsfraktion bleibt klar: Wir wollen endlich ein neues Kapitel der Kooperation von Bund und Ländern in der Bildung aufschlagen. Das Kooperationsverbot muss fallen. Der Digitalpakt darf nicht zur dauerhaften Hängepartie werden. Er braucht eine verfassungsrechtliche Grundlage, weil für den Bund die unverbindliche Weitergabe von Steuermitteln nicht akzeptabel ist.“
Damit es jedes Kind packt – das Gute-Kita-Gesetz
InfodienstMit dem Gute-Kita-Gesetz möchten wir zwei Ziele erreichen. Erstens geht es darum die Qualität der Kindertagesstätten zu sichern und zweitens darum die Gebührenfreiheit auszuweiten. Familien die Wohngeld, Kinderzuschlag, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungsgesetz erhalten sollen mit dem Gesetz unbürokratisch von den Gebühren befreit werden. Für die Verbesserung der Qualität stellt der Bund den Ländern einen Instrumentenkasten mit zehn unterschiedlichen Maßnahmen zur Verfügung. Die Länder können damit die Mittel flexibel und bedarfsgerecht einsetzen. Für die Umsetzung stehen bis zum Jahr 2022 insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit jedem Bundesland werden Verträge geschlossen, damit das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird.
Den Gesetzentwurf finden Sie hier:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/049/1904947.pdf
Schnellere Facharzttermine für gesetzlich Versicherte
InfodienstIn erster Lesung wurde diese Woche ein Gesetzentwurf beraten, der es zum Ziel hat, dass gesetzlich Versicherte schneller einen Arzttermin bekommen. Dazu sollen die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung ausgebaut werden. Bislang vergeben diese Stellen nur Termine für Fachärzte und Psychotherapeuten. Zukünftig sollen sie auch ansprechbar sein für Notfälle und ambulante Versorgung. Für gesetzlich Versicherte wird auch das Mindestsprechstundenangebot erhöht. Ärzte müssen in Zukunft 25 statt 20 Stunden anbieten.
Im Zuge des Gesetzes wird auch der GKV-Leistungskatalog ausgeweitet. Versicherte mit einem substantiellen HIV-Infektionsrisiko können in Zukunft die medizinische HIV-Vorsorge PrEP (steht für „Prä-Expositions-Prophylaxe“, auf Deutsch: Vorsorge vor einem Risiko-Kontakt) in Anspruch nehmen. Krebspatienten, denen durch die onkologische Therapie ein Fruchtbarkeitsverlust droht können Ei- oder Samenzellen konservieren lassen.
Den Gesetzentwurf finden Sie hier:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/063/1906337.pdf
Straffreiheit für informierende Ärzte und Ärztinnen beim Schwangerschaftsabbruch
InfodienstSeit zwei Ärztinnen verurteilt wurden, weil sie über die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs in ihren Praxen im Internet informiert hatten, gibt es eine Debatte über die betreffende Regelung im Paragraph 219 a des Strafgesetzbuchs. Dieser untersagt eigene oder fremde Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs öffentlich anzubieten oder anzupreisen. Im Frühjahr hat sich die Koalition darauf verständigt im Herbst einen Vorschlag vorzulegen. Diese Woche hat die Verhandlungsgruppe unter Beteiligung der SPD-Ministerinnen Katharina Barley und Franziska Giffey einen tragfähigen Kompromiss vorgelegt. Mit der Definition was eine legale Information und was eine illegale Werbung ist, wird das wichtigste Ziel sichergestellt: Ärzte, die über den Schwangerschaftsabbruch informieren sind in Zukunft straffrei. Der Bundestag wird im nächsten Jahr über einen entsprechenden Gesetzentwurf abstimmen.
Dazu finden Sie hier die Mitteilung der Bundesregierung:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/besser-informiert-bei-schwangerschaftskonflikt-1560862
Den Brexit geordnet vollziehen
InfodienstMit einem Antrag zum Ergebnis der Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union wird das vorliegende Vertragswerk unterstützt. Es wird die Erwartung formuliert, dass der nächste Schritt ein verbindlicher Abschluss des Abkommens ist. Eine Neuverhandlung des Ergebnisses wird abgelehnt, denn bessere und fairere Bedingungen wird es für keine der beiden Seiten geben. Nur der vertraglich geregelte Austritt kann die zukünftigen Handelsbeziehungen so eng wie möglich gestalten.
Den Antrag finden Sie hier:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/064/1906412.pdf
Ein Sommer im Deutschen Bundestag
Berlin, Im Gespräch, Kamen, Kreis Unna, Presse und Co.In diesem Sommer ging es für mich von Kamen nach Berlin. Für mein Studium der Kommunikationswissenschaft hatte ich die Chance, ein achtwöchiges Praktikum beim Deutschen Bundestag im Büro des Abgeordneten Oliver Kaczmarek (SPD) aus Kamen zu absolvieren. Eine Zeit voller neuer und interessanter Einblicke in die politische Welt in Berlin.
Anfang August hatte ich meinen ersten Arbeitstag im Deutschen Bundestag. Nach einer Vorstellungsrunde mit dem gesamten Team bekam ich einen Hausausweis ausgehändigt, der mir Zugang zu allen Gebäuden des Deutschen Bundestages gewährte. Da fühlt man sich doch etwas besonders…
In den ersten drei Tagen bekam ich von allen Mitgliedern des Teams von Herrn Kaczmarek eine Einführung in ihren jeweiligen Aufgabenbereich, hausinterne Abläufe, sowie eine Führung durch die Gebäude des Bundestages. Das Team besteht aus einem Büroleiter, einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin und einer Mitarbeiterin, die für die Büroorganisation zuständig ist.
Innerhalb des Büros konnte ich Aufgaben aus allen Arbeitsbereichen der drei MitarbeiterInnen übernehmen. Während ich dem Büroleiter vor allem bei Hintergrundrecherchen zu aktuellen politischen Themen oder bei der inhaltlichen Vor- und Nachbereitung von Terminen half, unterstützte ich die Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Themen Social Media und Öffentlichkeitsarbeit. So konnte ich Erfahrung in dem Verfassen von Beiträgen sammeln, die von der Öffentlichkeit und den Medien besonders kritisch beobachtet werden.
Zu meinen Aufgaben gehörten aber auch organisatorische Tätigkeiten, wie beispielsweise Termine im Wahlkreis oder in Berlin zu organisieren und Herrn Kaczmarek über die Teilnehmer und Inhalte informieren.
Herr Kaczmarek selbst ist etwa jede zweite Woche im Berliner Büro. Man unterscheidet bei Abgeordneten zwischen Wahlkreiswochen, in denen Herr Kaczmarek Termine im Kreis Unna wahrnimmt und Sitzungswochen, in denen er sich im Bundestag aufhält und an Terminen in Berlin teilnimmt. Während der Sitzungswochen durfte ich Herrn Kaczmarek zu vielen Terminen begleiten. Dies umfasste sowohl Termine in Ausschüssen, Arbeitsgruppen, als auch Termine mit Delegationen aus anderen Ländern oder Experten zu Bildungsthemen. Auch abends hatte ich die Möglichkeit Veranstaltungen zu besuchen, die hauptsächlich für Mitglieder des Bundestages oder deren Mitarbeiter, Wirtschaftsvertreter oder Journalisten organisiert waren. Auf diesen Parlamentarischen Abenden war es besonders interessant, hinter das politische Geschehen von Berlin zu blicken.
Nach den zwei Monaten im Praktikum hatte ich letztlich ein großes Spektrum an Aufgaben kennengelernt und konnte viele neue Kontakte knüpfen. Es war besonders spannend zu sehen, wie die politische Berichterstattung hinter den Kulissen abläuft und dass der Tagesablauf eines Abgeordneten so viel mehr umfasst, als sich morgens in das Büro oder den Plenarsaal des Bundestages zu setzen. Der Terminkalender eines Abgeordneten ist eben immer gefüllt mit spannenden Charakteren zu großen Themen. Die Zeit und die Eindrücke im Zentrum der Deutschen Demokratie werde ich definitiv nie vergessen.
Dieser Artikel von Marie Fuhr erschien zuerst auf www.kamen.web.de
Statement zur Debatte um die Grundgesetzänderung
Allgemein, Im Gespräch, Presse und Co.Oliver Kaczmarek, bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
„Wir wollen ein neues Kapitel des kooperativen Bildungsföderalismus aufschlagen, damit Initiativen wie der Digitalpakt oder ein Ganztagsschulprogramm umgesetzt werden können. Es ist legitim, wenn die Länder über die Rahmenbedingungen der Finanzinvestitionen verhandeln wollen, die sich aus der im Bundestag beschlossenen Änderung des Grundgesetzes ergeben. Es dürfen jedoch nicht die zusätzlichen Kooperationsmöglichkeiten von Bund und Ländern als Ganzes in Frage gestellt werden, wie es die schwarz-grünen Ministerpräsidenten immer wieder tun. Für den Digitalpakt brauchen wir zügig die Änderung des Grundgesetzes, damit der Bund flächendeckend in die Bildungsinfrastruktur von Ländern und Kommunen investieren kann.“