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Artenvielfalt und Naturschutz in der Hellwegbörde – Mit dem Roten Rucksack unterwegs in Frömern

Die zweite Wanderung mit dem Roten Rucksack in diesem Jahr stand im Zeichen der Belange des Naturschutzes. Die Botschaft dabei war klar: in einer dicht besiedelten und kulturell überformten Landschaft müssen die verschiedenen Interessen von Siedlungsräumen, Landwirtschaft, Verkehr und Gewerbe berücksichtigt und teils auch Kompromisse geschlossen werden.

Der Weg führte durch den westlichen Rand des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde von Frömern zum Babywald nahe Kessebüren. Die Führung hatte Anke Bienengräber vom Naturschutzbund Deutschlands im Kreis Unna übernommen. Sie hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur viele Pflanzen- und Tierarten erläutert sondern auch immer wieder den Blick dafür geöffnet, wo die Belange des Naturschutzes betroffen sind und damit auch die Rahmenbedingungen für das gesamte Ökosystem in Gefahr geraten. So ging es beispielsweise um Ackerrandstreifen, Abflussmöäglichkeiten für Regenwasser, Rückzugsgebiete für diverse Vogelarten oder die Auswirkungen von Monokulturen in Waldgebieten. Auch die Frage, welche Auswirkungen die nun beschlossene Energiewende und der damit verbundene massive Ausbau des Energienetzes sowie der erneuerbaren Energien auf den Naturschatz habe, wurde erörtert. Die Botschaft dabei ist klar: beim Naturschutz geht es letztlich nicht allein um die Schutzbelange von Flora und Fauna sondern um den Erhalt eines funktionierenden Ökosystems und damit des natürlichen Lebensraums von Menschen in jeder Hinsicht.

Hier einige Impressionen von der Wanderung am 16.7. (Zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken):

 

Oliver Kaczmarek diskutiert mit lokalen Akteuren über das Potential des Pedelecs für den Kreis Unna

„Elektromobilität bedeutet, dass man nicht nur über Elektroautos spricht, sondern auch Elektrofahrräder und ihre Potenziale für Mobilität in der Stadt in den Blick nimmt.“, leitete der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek das Fachgespräch zum Thema Pedelecs am vergangenen Mittwoch in den Räumen der Gemeinschaftsstadtwerke ein. Diese Aussage unterstrichen Vertreter des ADFC, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. Die Anzahl der Elektroautos auf deutschen Straßen sei immer noch minimal, wohingegen über eine halbe Million Elektrofahrräder durch die Republik führen.

Ferdinand Wilkes und Stefan Hübner, Vertreter des Fahrradeinzelhandels aus Kamen und Bergkamen, unterstrichen den Trend zum Elektrofahrrad: so waren von den deutschlandweit 4,2 Mio. verkauften Rädern im letzten Jahr immerhin 250.000 Pedelecs. Dieses Jahr werden vermutlich sogar 400.000 elektrische Drahtesel verkauft, wodurch Wachstumsraten bei manchem Hersteller von 100% keine Seltenheit sind.

Jochen Baudrexel, der Geschäftsführer der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen  hielt fest, dass es aus Versorgersicht keine Probleme gäbe, den Strombedarf für die Elektrofahrräder zu decken. Sie stünden aber für ein enormes touristisches Potenzial in der Region und seien von enormer Bedeutung für die Entwicklung dieses Sektors.  Der Radverkehrsbeauftragte der Stadt Kamen, Matthias Breuer, beleuchtete in dem Gespräch unter anderem die Herausforderungen für die Verkehrsinfrastruktur. So gehe es um breitere Kurvenradien auf Radwegen oder die Beseitigung zusätzlicher Barrieren für die Fahrräder, die mit einer deutlich höheren Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs seien.

Oliver Kaczmarek, selbst Besitzer eines Pedelecs, unterstrich auch noch einmal den Grundsatz, dass Elektromobilität generell nur Sinn mache, wenn auch die Energiequelle stimmt – erneuerbare Energien spielen dabei eine entscheidende Rolle. Einig war sich die Runde darin, dass das Pedelec ein großes Potential für den Kreis Unna beinhaltet, vor allem aus touristischer Sicht. Die Beteiligten werden sich weiter über das Thema austauschen und Oliver Kaczmarek wird die gewonnen Erkenntnisse für die aktuelle Debatte zum Thema Elektromobilität im Deutschen Bundestag verwenden.

Oliver Kaczmarek und die Teilnehmer des Fachgesprächs mit Pedelecs

 

Das Gespräch fand im Rahmen der Innovationstour von Oliver Kaczmarek statt. Unter dem Motto: „Lust auf was Neues! Innovation durch Bildung“ standen in der Woche vom 11. Juli Betriebsbesuche, Gespräche in Bildungseinrichtungen, Treffen mit Fachleuten und eine Veranstaltung mit der NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze auf dem Programm. Nähere Informationen und Berichte zu den einzelnen Terminen erhalten Sie auf www.oliver-kaczmarek.de

 

Lust auf was Neues (Montag): Elektromobilität und innovative Arbeitsplatzregelungen

Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek beginnt seine Sommertour  „Lust auf was Neues? Innovation durch Bildung!“ mit Besuchen beim Autohaus Rüschkamp in Lünen und 3M in Kamen.

Erste Station der Sommertour war das Autohaus Rüschkamp. Das Thema Elektromobiltät wird hier groß geschrieben. Geschäftsführer Joan Hendrik Rüschkamp befasst sich seit 1992 mit diesem Thema und erklärt, dass sich in den letzten Jahren viel bewegt habe. „Als ich 1992 über erste Überlegungen zum Thema mit Freunden sprach, kam mir nur ein müdes Lächeln entgegen“ so der Geschäftsführer. Heute ist sein Autohaus Partner der Drive-CarSharing, bei der man Car-Sharing im Kreis Unna testen kann. Erste wichtige Schritte von damals bis heute sind also getan. Oliver Kaczmarek überzeugte sich selbst bei seiner ersten Fahrt mit einem Elektro Auto – dem Peugeot Ion. „Es ist ein absolut geniales Fahrgefühl. Auf den ersten 100 Metern kann kaum jemand mithalten.“ lächelt der 1,92m Abgeordnete aus dem Elektro-Winzling.

Nach weiteren Gesprächen über beispielsweise intelligente Netze oder Range Extender Technologien resümierte Kaczmarek seinen Besuch im Autohaus: „Ich habe hier viel Neues dazugelernt und mit dem Elektro Auto eine neue Erfahrung dazugewonnen. Nicht nur politischen Willen, sondern auch Pioniere wie Herrn Rüschkamp, die sich trauen neue Wege zu gehen brauchen wir, um Innovation voran zu treiben. Wir werden in den nächsten Jahren noch weitere, vielleicht jetzt unbekannte Entwicklungen in diesem Bereich erleben“.

 

Beim zweiten Besuch im Kamener Werk von 3M ging es weniger rasant aber ebenso spannend und informativ weiter. Werksleiter Lutz Konze und Gert Behling, seines Zeichens Mitglied der Geschäftsleitung 3M Deutschland, der aus der Zentrale in Neus angereist war, begrüßten Kaczmarek in Kamen. Thema bei 3M: “Welche Rolle spielen faire und innovative Arbeitsplatzregelungen?

Die deutschen Niederlassungen des US Konzerns gewannen zum zweiten Mal in Folge den Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2011“. „Wir fühlen uns wirklich sehr wohl bei 3M und sind an der Entwicklung von neuen Produkten oder Arbeitswegen beteiligt. Das gute Betriebsklima ist mit dafür verantwortlich, dass wir in Kamen während der Krise keine Kurzarbeit fahren oder gar betriebsbedingt kündigen mussten,“ erklärt Betriebsratsvorsitzender Detlev Discher, stellvertretend für die Belegschaft in Kamen. Zufriedene und motivierte Mitarbeiter gehören bei 3M zur Innovationskultur. 15% der Arbeitszeit eines jeden Mitarbeiters dürfe zur Entwicklung von eigenen Ideen eingesetzt werden. Ohne großartige Formulare oder hochgestochene Papiere. Dazu äußert sich Gert Behling folgendermaßen:  „Ein Unternehmen wie 3M ist abhängig von Innovation und für uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter ihre Ideen ganz unkompliziert einbringen können“. Für Oliver Kaczmarek, der sich im Anschluss an das Gespräch bei einer Betriebsbesichtigung selbst ein Bild machte ist klar, dass das Betriebsklima eine große Rolle für ein Innovations-Unternehme wie 3M spielt. „Gute Bezahlung und gutes Betriebsklima zahlen sich aus. Ich bin froh, dass wir 3M hier haben,“ so der Bundestagsabgeordnete.

„25 Jahre nach Tschernobyl“: Impressionen der Austellungswoche in Kamen.

Vom 30. April bis zum 06. Mai 2011 besuchten rund 1000 Gäste die Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl. Menschen – Orte – Solidarität“ im SportCentrum Kamen. Neben der Ausstellung und den Zeitzeugengesprächen gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm, wie beispielsweise eine Mahnwache am Alten Markt in Kamen zum 25. Jahrestag der Katastrophe in Tschernobyl. Einige Momentaufnahmen vom gesamten Programm haben wir für Sie zusammengefasst.

Kreislaufwirtschafts- und Abfallrecht darf nicht zum Nachteil der Kommunen werden!

Der Beschluss der Bundesregierung zum Kreislaufwirtschaftsgesetz wird von der SPD-Bundestagsfraktion abgelehnt. Im Einvernehmen mit den kommunalen Spitzenverbänden wenden wir uns scharf gegen die Einschränkung der bisherigen Überlassungspflicht für Abfälle aus Haushalten zugunsten der gewerblichen Sammlung durch private Entsorgungsbetriebe, so dass nun nicht mehr alle Erlöse aus wiederverwertbaren Rohstoffe auch den Kommunen zugute kommen.

Gleiches gilt für die Einführung einer einheitlichen Wertstofftonne. In dieser sollen künftig alte Handys und andere Elektrogeräte entsorgt werden können. Angesichts immer knapper werdender Rohstoffreserven nehmen das Recycling von Abfällen und deren Verwertung volkswirtschaftlich an strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung zu. Schon deshalb muss die flächendeckende Entsorgung in kommunaler Hand liegen. Daseinsvorsorge im Abfallbereich heißt auch, dass Erlöse, die durch die Vermarktung der Wertstofferfassung aus dem Abfall erzielt werden, den Bürgerinnen und Bürgern wieder zugute kommen müssen und nicht der Gewinnmaximierung privater Unternehmen dienen. Nur so können eine stabile Gebührenkalkulation und gute Arbeitsplätze zukünftig gewährleistet werden. Eine dauerhafte, unabhängig vom Marktgeschehen organisierte Wertstoffsammlung in kommunaler Hand sichert auch langfristig und nachhaltig die ökologischen Ziele der Kreislaufwirtschaft.

Schwarz-Gelb hat sich wieder einmal dafür stark gemacht, private Entsorger beim lukrativen Zugriff auf die Wertstoffe vor den Kommunen zu bevorzugen. Ihre antikommunale Einstellung wird zum Prinzip.

Debatte um 25 Jahre Tschernobyl – Info-Dienst Nr. 7/2011 zur Sitzungswoche 4.-8.4.2011

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Nach den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg steht fest: In Rheinland-Pfalz können die SPD und Kurt Beck gemeinsam mit den Grünen weiter regieren und in Baden-Württemberg ist die schwarz-gelbe Koalition abgewählt. Auch hier wird ein Bündnis aus SPD und Grünen zukünftig die Landesregierung stellen.

Trotz dieser positiven Aussichten muss sich die SPD kritisch mit den Wahlergebnissen auseinandersetzen. Die Medien sind sich einig, dass aufgrund der Ereignisse in Japan besonders die Grünen viele Wähler für sich mobilisieren konnten. Die Verluste in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg für die SPD zeigen, dass die Partei ihr Profil noch nicht zurückgewonnen hat und wir uns nicht zu den Wahlgewinnern zählen können. Die Partei ist weiterhin in einem Prozess und es ist vieles in Bewegung. Teilerfolge konnten wir bereits erkennen, zum Beispiel bei den Landtagswahlen in NRW und in Hamburg. Jetzt geht es darum, die Profilbildung weiter zu verfolgen.

Die desolate Entwicklung im schwarz-gelben Bündnis in Berlin macht deutlich, wie wichtig eine starke SPD ist. Deswegen arbeiten Partei und Bundestagsfraktion weiter an einen inhaltlichen und programmatischen Profil um zu zeigen, dass eine alternative Politik zu Schwarz-Gelb möglich ist. Mit ihrem Projekt „Deutschland 2020 – Vollbeschäftigung, Lebensqualität und Fortschritt“ greift die SPD-Bundestagsfraktion die Modernisierungsfragen unseres Landes auf und liefert einen Zukunftsentwurf für Deutschland und Europa.

Sie finden das Arbeitsprogramm unter: http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_datei/0,,14017,00.pdf

Lesen Sie dazu und zu den Themen der Sitzungswoche mehr im aktuellen Info-Dienst Nr. 07/2011, den Sie hier herunterladen können.

Meine Rede im Bundestag zu „25 Jahre Tschernobyl“ können Sie sich hier ansehen:

Wenn Sie den Info-Dienst zukünftig per E- Mail erhalten möchten, schreiben Sie uns eine kurze Mail an oliver.kaczmarek[at]bundestag.de.

Ausstellung „25 Jahre Tschernobyl: Menschen – Orte – Solidarität“ 30. April bis 06. Mai 2011 im SportCentrum Kamen-Kaiserau

Am 26. April 2011 jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl zum 25. Mal. Die 1986 freigesetzte radioaktive Wolke erreichte viele Länder; die Auswirkungen der Katastrophe sind bis heute spürbar. Das internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) hat eine Wanderausstellung konzipiert, die an die Katastrophe erinnert. Die Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl –Menschen – Orte – Solidarität“ wurde am 15.1.2011 in Dortmund eröffnet und wird in über 40 Städten zu sehen sein.

Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek, der Evangelischen und Katholischen Kirche im Kreis Unna sowie der Evangelisch Lutherischen Kirchengemeinde Methler, der DGB-Jugend Dortmund-Hellweg und demKreis- sowie Stadtverband Kamen der Arbeiterwohlfahrt wird die Ausstellung vom 30.04. bis zum 06.05. auch in Kamen, im Sport Centrum Kaiserau zu sehen sein. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Herman Hupe übernommen. „Vor allem für junge Menschen, die diesen atomaren Unfall nicht unmittelbar erlebt haben, heute abermit großer Sorge vor den schrecklichen Ereignissen in Japan stehen, entziehen sich das Reaktorunglück und seine Folgen der Vorstellungskraft“, so die Vertreter des Trägerkreises. „Die vom IBB konzipierte Ausstellung richtet sich daher besonders an Jugendliche. Medien sowie interaktive Elemente bringen jungenMenschen die Themenkomplexe rund umTschernobyl auf verständliche Art undWeise nahe. Wir laden deshalb Schulklassen, aber auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger imKreis Unna ein, sich diese besondere Ausstellung anzusehen.“

Am 30. April wird die Ausstellung imSportCentrumKamen-Kaiserau eröffnet. Gemeinsammit demIBB und den Trägern vor Ort ist ein Rahmenprogrammgeplant, das neben Gesprächenmit Zeitzeugen, die in unterschiedlicherWeise an den Arbeiten nach demReaktorunfall beteiligt waren (als Feuerwehrmänner, Soldaten, Ärzte oder Ingenieure), auch Diskussionen und kulturelle Veranstaltungen beinhaltet. ZumAuftakt wird es am 30. April um16 Uhr einen Gottesdienst unter dem Motto „25 Jahre Tschernobyl – Gegen das Vergessen“ in der Margaretenkirche in Kamen-Methler geben. Ab 17.30 Uhr findet die offizielle Eröffnung der Ausstellung durch Oliver Kaczmarek und Hermann Hupe statt, der die Prämierung der AWO-Aktion „Die Erinnerung auf Reisen“ folgt. Eine Reihe von Veranstaltungen begleiten die Ausstellung bis zum 6.Mai, darunter Filmvorführungen am 2. und 4.Mai.

Detailliertere Informationen zumProgrammfinden Sie demnächst unter anderem unter www.oliver-kaczmarek.de.

Die Zukunft Libyens und der Atomenergie in Deutschland – Info-Dienst Nr. 6/2011 zur Sitzungswoche vom 21.-25.3.2011

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Die Kehrtwende bei der Atomenergie und das Vorgehen in der Libyenfrage haben in dieser Sitzungswoche eine getriebene und hilflose Bundesregierung offenbart.

Libyen steht am Rande zum Bürgerkrieg und jedes Mitglied des Deutschen Bundestages erkennt an, wie komplex und undurchsichtig die Lage ist. Die Entscheidung für oder gegen eine Flugverbotszone war von schwerwiegender und enormer Tragweite. Doch anstatt einen Sonderweg zu vermeiden, um Deutschland nicht zu isolieren, lässt die Bundesregierung nicht mehr erkennen, wofür unser Land steht. Bei der Resolution der Vereinten Nationen ging es auch um ein politisches Signal gegen einen Diktator, der gegen sein eigenes Volk Krieg führt. Erst an zweiter Stelle, stellt sich die Frage nach militärischer Beteiligung. Ich bin dagegen, deutsche Soldaten in einem libyschen Bürgerkrieg einzusetzen, aber ich bin dafür, dass Deutschland die Einhaltung der Menschenrechte einfordert.

Die Reaktion der Bundesregierung auf die allgemeine Kritik an der Enthaltung erfolgte plötzlich und in Form eines vorgezogenen AWACS-Mandats für Afghanistan. Dieses Verhalten, wie auch bereits die Entscheidungen in der Atomfrage, lässt den Eindruck zurück, die Bundesregierung handele nicht auf Grundlage einer ernsten Strategie, sondern weil sie sich in die Ecke gedrängt fühlt. Dieses Verhalten hinterlässt ein beklemmendes Gefühl, weil keinerlei politische Grundlage mehr zu erkennen ist.

Das Lehrerkollegium der Albert-Schweitzer-Schule besuchte diese Woche den Bundestag und diskutierte mit Oliver Kaczmarek über aktuelle Themen der Politik.

Lesen Sie dazu und zu den Themen der Sitzungswoche mehr im Info-Dienst Nr.06/2011, den Sie hier herunter laden können.

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Die Lage in Japan und das Ende der Atomkraft in Deutschland – Info-Dienst Nr. 5/2011 zur Sitzungswoche vom 14.-18.3.2011

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Seit vergangenem Freitag begleiten uns die erschütternden Bilder aus Japan. Das Erdbeben und der anschließende Tsunami haben eine unglaubliche Verwüstung, die mit jedem Tag deutlicher wird, hinterlassen. Tausende Menschen haben den Tod gefunden und werden vermisst. Zu dieser Naturkatastrophe kommt nun die Angst vor einer atomaren Katastrophe.

In diesen schweren Tagen erklärt sich ganz Deutschland solidarisch mit dem japanischen Volk. Überall im Land, wie in Berlin und im Kreis Unna, werden Mahnwachen abgehalten, und die Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Besonders betroffen macht viele Menschen, dass ein so hoch entwickeltes und industrialisiertes Land wie Japan fast schon hilflos vor dieser Katastrophe steht. Welche Rückschlüsse lässt dies für Deutschland und unser Handeln zu? Ist es zu nicht vermessen zu glauben, die Natur oder die Atomenergie seien in Deutschland beherrschbarer als anderswo? Können wir in Deutschland immer alle Möglichkeiten vorhersehen und einplanen?

25 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl müssen wir endlich konsequent und ehrlich das Ende des Atomzeitalters einläuten – und nicht nur für drei Monate. Die Energiewende ist möglich. Die Bundesregierung bestätigt plötzlich, was sie vor ein paar Tagen noch vehement abgestritten hat: Die Atomkraftwerke sind unsicher, wir sind nicht von der Atomenergie abhängig, und der Ausbau der erneuerbaren Energien kann beschleunigt werden.

Das Ziel muss sein, eine sichere, zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung für zukünftige Generationen zu schaffen.

Lesen Sie dazu und zu den Themen der Sitzungswoche mehr im Info-Dienst Nr.05/2011, den Sie hier herunteralden können.

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Klimaschutzziele ehrlich und wirksam verfolgen – Deutschland muss seiner Vorreiterrolle auch künftig gerecht werden

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Anlässlich einer öffentlichen Anhörung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zur Frage „Soll der Klimaschutz ins Grundgesetz aufgenommen werden?“, erklären Klaus Hagemann, Sprecher der Arbeitsgruppe Petition und Oliver Kaczmarek, zuständiger Berichterstatter und Mitglied des Umweltausschusses:

Mit der diskutierten Petition fordert Greenpeace Deutschland, den Klimaschutz ins Grundgesetz aufzunehmen. Für diese Petition wurden seit 2007 über 360.000 Unterschriften gesammelt.

Die Anhörung hat deutlich gezeigt: die Bundesregierung ist auf klimapolitischer Geisterfahrt.

•    Die Energiepolitik, insbesondere die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke, blockiert den Umstieg auf Erneuerbare Energien.

•    Die Bundesregierung hält ihre Versprechen, die sie auf dem Klimagipfel in Kopenhagen gemacht hat, nicht ein! Statt der zugesagten zusätzlichen 420 Millionen Euro pro Jahr für den Klimaschutz in Entwicklungsländern für den Zeitraum 2010–2012, hat die Bundesregierung nur 150 Millionen Euro bereitgestellt. Dies hat dem Ansehen Deutschlands sehr geschadet. Deutschland hat seine Vorreiterrolle verloren, weil Worte und Taten bei der Bundesregierung nicht übereinstimmen.

Die SPD hält an der Umsetzung ihrer Schlussfolgerungen aus dem Klimagipfel von Cancún fest:

•    Die Reduktion der CO2-Emissionen um 30 Prozent in der Europäischen Union muss weiterhin Priorität haben und von der Bundesregierung konsequent verfolgt werden.

•    Ein von der SPD-Fraktion bereits vorgeschlagenes Klimaschutzgesetz, in dem verbindliche Ziele und Maßnahmen für Deutschland benannt und gefordert werden, wäre der richtige Weg, um der Vorreiterrolle Deutschlands in Sachen Klimaschutz auch weiterhin gerecht zu werden.