Bundesparteitag der SPD in Dresden: 2. Tag

Gute Bekannte der SPD im Kreis Unna komplettieren die neue Parteispitze der SPD. Die Landesvorsitzende der SPD in Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft (vor der Bundestagswahl in Bönen zu Gast), der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Olaf Scholz (vor der Bundestagswahl in Kamen zu Gast), die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und Klaus Wowereit (in diesem Jahr in Schwerte zu Gast) sind die neuen stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden. Die neue Generalsekretärin ist Andrea Nahles, die vor der Bundestagswahl ebenfalls in Schwerte zu Gast war. Das neue Amt des Europabeauftragten übernimmt der Vorsitzende der sozialistischen Fraktion im Europäischen Parlament Martin Schulz, der in diesem Jahr schon in Bergkamen und Unna zu Gast war. Schatzmeisterin bleibt die Bundestagsabgeordnete Barbara Hendricks aus Kleve.
Derzeit läuft der zweite Wahlgang für die Wahl der Beisitzer im SPD-Parteivorstand. Bereits gewählt wurde unter anderem Niels Annen, der mit Landrat Michael Makiolla und mir im August die Glückauf-Kaserne in Unna besucht hat. Die genauen Stimmergebnisse sind auf der Internetseite des SPD-Parteivorstands nachlesbar.
Neben den Wahlen steht derzeit die Beratung des Leitantrags des Parteivorstands im Mittelpunkt. Dieser beschreibt ausgehend von einer ersten Standortbestimmung der SPD nach der Bundestagswahl einen Weg, wie die SPD sich inhaltlich und organisatorisch neu verorten soll. Durch den Entwurf zieht sich deutlich die Absicht, die Beteiligung der Mitglieder an der innerparteilichen Willensbildung zu verbessern. Die Partei soll sich öffnen für gesellschaftliche Gruppierungen, die mithelfen sollen, die solidarische Gesellschaft in und mit der SPD zu gestalten. Dies war auch ein wichtiger Punkt in den vielen Diskussionen in den Ortsvereinen und Unterbezirken und bei der Rundreise durch die Landesverbände und Bezirke, die Sigmar Gabriel und Andrea Nahles in den letzten Wochen unternommen haben. Die Delegierten statten den Parteivorstand für diesen Weg mit einem großen Vertrauensvorschuss aus. Wenn uns dieser Weg gelingt, bin ich überzeugt, dass wir den wichtigsten Schritt zu einer SPD geschafft haben, die eine klare Politik für Fortschritt und Gerechtigkeit aus der Mitte der Gesellschaft heraus gestaltet.




Nachdem in den ersten Tagen der Koalitionsverhandlungen immer wieder vermeintliche soziale Wohltaten verkündet wurden, zeigt der Blick auf das gesamte Werk, dass die Axt an den solidarischen Konsens in der Gesellschaft gelegt wird. Steuersenkungen, die auf Pump finanziert werden sollen, werden die Empfänger von kleinen und mittleren Einkommen kaum erreichen. Dafür werden sie umso härter von Abgaben- und Gebührenerhöhungen getroffen. Unter Schwarz-Gelb gilt nicht mehr, dass starke Schultern mehr tragen müssen als schwache. Unter Schwarz-Gelb gilt: jeder muss selbst sehen, wie er klar kommt. Das zeigt ein Blick in einige „Reform“vorhaben:
Ich werde im Wahlkreis oft gefragt, was ich denn nun in Berlin mache, welchen Ausschuss ich besetzen werde und wo mein Büro ist. Viele dieser Fragen sind aber derzeit noch ungelöst. Mit der Konstituierung des neuen Bundestags ist eine Riesenumzugswelle im Bundestag verbunden. Abgeordnete scheiden aus, neue kommen rein, Fraktionen vergrößern oder verkleinern sich, Räume werden renoviert – die Bürosituation ist unübersichtlich. Für den Übergang habe ich einen Anlaufpunkt im Büro meines alten Juso-Freundes 
