Im Gespräch – Seite 74 von 87 – Oliver Kaczmarek, Md

Mitarbeitervertretung der Glückauf Kaserne übergibt 4.000 Unterschiften an das Bundesverteidigungsministerium in Berlin

„Die Glückauf Kaserne in Unna ist der letzte große Standort der Bundeswehr im Ruhrgebiet. 1.400 Soldaten sind hier stationiert und 162 Zivilbeschäftige haben hier ihren Arbeitsplatz. Der Erhalt der Kaserne ist für die gesamte Region von großer Bedeutung“, so der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek. „Aus diesem Grund habe ich die Mitarbeitervertreter der Zivilbeschäftigen der Glückauf Kaserne nach Berlin eingeladen, um gemeinsam dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Kossendey, die Argumente für den Erhalt der Kaserne deutlich zumachen.“  Detlef Masuhr, Personalratsvorsitzender, und Martin Schulz, Personalratsmitglied des Bundeswehrdienstleistungszentrums in Düsseldorf,  sowie Dieter Kneilmann, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH in Bonn, nahmen die Einladung an und übergaben im Deutschen Bundestag über 4.181 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Erhalt der Kaserne aussprechen, an Thomas Kossendey als Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums.

„Diesem Termin ging ein großer Einsatz von vielen Menschen in der Region für den Erhalt des Standortes voraus“ so Kaczmarek weiter. „In den vergangenen Wochen wurde aus dem Bereich der Bundeswehr-Angehörigen und der Zivilbeschäftigten unterstützt durch die Gewerkschaft ver.di und den Freundeskreis der Glückauf-Kaserne in beispielhafter Art für den Bundeswehr-Standort Unna geworben. Dieses Engagement zeigt die enge Verbindung der Bundeswehr zum Kreis Unna und die tiefe gesellschaftliche Verankerung.“  In den letzten Monaten hat  auch Oliver Kaczmarek selbst immer wieder Gespräche mit den Soldaten und Vertretern der Zivilbeschäftigten geführt und einen Brief an den Bundesverteidigungsminister geschrieben.

Im Rahmen der aktuellen Bundeswehrstrukturreform kündigte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière für den 26.10.2011 die Bekanntgabe der Standortentscheidungen an. Umgesetzt werden soll die Reform zwischen 2017 und 2019.

Von links nach rechts: Oliver Kaczmarek, Detlef Masuhr, Thomas Kossendey, Dieter Kneilmann und Martin Schulz auf der Terrasse des Reichstages

Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente und Papst-Rede – Zur Sitzungswoche vom 19.-23.09.2011

,

Klaus Wowereit bleibt regierender Bürgermeister in Berlin. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus erhielt die Berliner SPD 28,3 Prozent der Stimmten und ist damit stärkste Kraft in der Hauptstadt. Im Vergleich zur letzten Wahl verliert sie 2,5 Prozent. Eine Fortführung der Koalition mit der Partei die Linke ist allerdings nicht möglich. Die FDP ist mit 1,8 Prozent nur noch eine Splitterpartei in Berlin. Dieses Ergebnis macht deutlich, dass der populistische Anti-Europa Wahlkampf des FDP-Parteivorsitzenden Philipp Rösler von den Wählerinnen und Wählern abgestraft wurde. Überraschend war das sehr gute Ergebnis der Piratenpartei, die im ersten Anlauf über 8,9 Prozent der Stimmen in Berlin gewonnen hat. Unabhängig davon was man inhaltlich von dieser Partei hält, dürfen wir als SPD nicht ignorieren, dass für viele Wählerinnen und Wähler vor allem der Wunsch nach Transparenz und einem anderen Politikstil im Vordergrund stand. Diese Kritik muss auch die SPD ernst nehmen.

Mit viel Interesse und öffentlicher Aufmerksamkeit wurde in dieser Woche die Rede des Papstes im Deutschen Bundestag verfolgt. Bereits im Vorfeld haben viele Abgeordnete, auch meiner Fraktion angekündigt, dass sie sich die Rede im Deutschen Bundestag nicht anhören werden. Diese Ankündigung hat eine heftige Diskussion über die Trennung von Staat und Kirche und das Menschenbild der katholischen Kirche entfacht. Rund um den Bundestag ist diese Debatte natürlich etwas aufgeregter geführt worden als zu Hause. Ich selbst habe eine pragmatische Haltung dazu: Der Bundestag hat den Papst eingeladen und unabhängig von Kritik an bestimmten Aussagen seiner Lehre hörte ich mir natürlich seine Rede ab. Dies wird meines Erachtens auch der Bedeutung seines Amtes gerecht. Gleichwohl respektiere ich es auch, dass einige Abgeordnete aus grundsätzlichen Erwägungen der Trennung von Staat und Kirche nicht zuhören wollten. Boykottaufrufe allerdings fand ich völlig unangemessen. Die Entscheidung an der Rede teilzunehmen, muss schon jeder Abgeordnete selbst wohl abwägen.

Die Themen dieser Sitzungswoche in Berlin habe ich in diesem Infodienst zusammengefasst.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Kaczmarek
—————————————–
Die Themen:

  1. Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
  2. Notfallplan für die Hochschulzulassung zum Wintersemester 2011/12 und  Hochschulpakt Plus
  3. 40 Jahre BaföG
  4. Frühkindliche Bildung und Betreuung verbessern – Für Chancengleichheit und    Inklusion von Anfang an
  5. Wahlen zum geschäftsführenden Fraktionsvorstand

 

Bürgerliches Engagement und ländlicher Strukturwandel – Roter Rucksack in Unna-Lünern

Zum insgesamt zehnten Mal ist Oliver Kaczmarek am vergangenen Samstag mit seinem Roten Rucksack auf Wandertour im Wahlkreis gewesen. Die dritte Station in diesem Jahr war Unna-Lünern. Unter der Führung des Ortsvorstehers und ehemaligen Unnaer Bürgermeisters Wilhelm Dördelmann, ging es bei der Wanderung thematisch unter anderem um den Strukturwandel im ländlichen Raum. Entlang an ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieben, die heute nicht mehr bewirtschaftet werden, bis hin zum Stockumer Hofmarkt, der Produkte aus der Umgebung direkt vermarktet.


Oliver Kaczmarek beantwortet die Fragen der Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Auf der Route gab es auch dieses Mal Orte, an denen Besonderes geleistet wird. Im Hellwegbad wurde die Wandergruppe von ehrenamtlichen Mitgliedern des Fördervereins Hellweg-Bad e. V. begrüßt und durch das Bad geführt. Das Besondere am Hellwegbad ist, dass es längst geschlossen wäre, wenn sich die rund 700 Mitglieder und die aktiven Akteure des Fördervereins nicht für den Erhalt des Bades einsetzen würden. Eine Erfolgsstory über Bürgerliches Engagement in Lünern. Im Anschluss an die Führung ging es ein paar Meter weiter zur Kirche. Dort erwarteten rund 60 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Lünern, Hemmerde, Mühlhausen und Uelzen ihren Abgeordneten, um ihn kennenzulernen. Die Jugendlichen hatten sich im Vorfeld Gedanken darüber gemacht, was sie ihrem Abgeordneten mit auf den Weg geben. Sie wünschen sich beispielsweise Eisdielen, Skateparks und bessere Anbindungen zu den jeweiligen Dörfern mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zum Abschluss der Wanderung traf die Gruppe am Stockumer Hofmark ein. Dort traf die Gruppe den Landwirt und Betreiber des Hofmarktes Wolfgang Behmenburg. Mit Spaten und Gießkanne ging es dann ans Werk. Denn ein besonderer Baum wartete auf seinen neuen Platz auf dem Gelände des Hofs. Eine Elsbeere, der Baum des Jahres 2011, der aus dem Landschaftsbild fast verschwunden war und nun Bundesweit durch Pflanzaktionen zurückkehren soll.

Eine Rote Rucksack Wanderung hat Oliver Kaczmarek in diesem Jahr noch vor sich. In Bergkamen erwartet die Wanderer dieses Mal eine abendlichen Wanderung entlang der Lichtkunstexponate der Stadt Bergkamen.

Roter Rucksack Wanderung in Bergkamen – Lichtkunst bei Nacht im öffentlichen Raum
Freitag, 07.10.2011, 18:30 Uhr

Treffpunkt: Rathaus Bergkamen, Rathausplatz 1, 59192 Bergkamen 

 

Lesen Sie hier die Berichte der diesjährigen Wanderungen in Bönen und Fröndenberg.

Hier einige Impressionen von der Wanderung in Unna-Lünern am 10.09.2011. (Zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken):

                                   

Bundeshaushalt 2012 und Euro-Rettungsschirm – Zur Sitzungswoche vom 05.-09.09.2011

Zentrales Thema der ersten Sitzungswoche nach der parlamentarische  Sommerpause waren die Beratungen zum Bundeshaushalt 2012. Am Donnerstag wurde auch das Gesetz zur Erweiterung des Euro-Rettungsschirms in erster Lesung in den Bundestag eingebracht. Weitere Informationen dazu in diesem Infodienst.

Hinweisen möchte ich noch auf einen Bericht zur Abgeordnetenreise nach Afghanistan, den ich auf meiner Homepage veröffentlicht habe. Auf www.oliver-kaczmarek.de schildere ich Begegnungen, die ich hatte, und Eindrücke, die ich vor Ort sammeln konnte.

Die Themen dieser Sitzungswoche in Berlin habe ich in diesem Infodienst zusammengefasst.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Kaczmarek
—————————————–
Die Themen:
1. Bundeshaushalt 2012
2. Erste Lesung zum europäischen Stabilisierungsmechanismus
3. Pakt für Bildung und Entschuldung – Beschluss des SPD-Parteivorstandes

Reisebericht von der zentralen Abgeordnetenreise nach Afghanistan

Auf Einladung des Verteidigungsministeriums fand vom 30.8. bis 1.9. eine zentrale Abgeordnetenreise in das Camp Marmal in Mazar-i Sharif in Afghanistan statt, an der ich neben neun weiteren Bundestagsabgeordneten teilgenommen habe. Bei dieser Reise konnten wir uns einen kleinen Überblick über die Anforderungen und Leistungen der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan machen.

Den Platz des Logistikbataillons 7 aus Unna hatten bereits dieNach-folger aus Bayern entsprechend dekoriert.

Im Dezember steht wie in jedem Jahr die Verlängerung des ISAF-Mandats für die Bundeswehr im Bundestag an. So bestand nun eine gute Gelegenheit, sich ein Bild im größten Feldlager der Bundeswehr über den Einsatz zu machen und mit Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen. Ursprünglich war bei der Reise auch geplant, dass die Abgeordneten die Soldatinnen und Soldaten aus den Bundeswehr-Standorten in ihren Wahlkreisen treffen konnten. Das war leider für die Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons 7 aus der Glückauf-Kaserne in Unna und Kamen nicht mehr möglich, da diese mittlerweile wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind. Die Verschiebung des Termins der Abgeordnetenreise ergab sich hingegen aus den späten Sommerferien in NRW. Dennoch hatte ich beispielsweise die Gelegenheit die Instandsetzungs- und die Nachschubabteilung kennenzulernen, die im 25. deutschen ISAF-Kontingent vom Logistikbataillon 7 betrieben wurde.

Ehrenhain auf dem Campgelände

Innerhalb der kurzen Reise gab es ein sehr dichtes Programm mit vielen hoch interessanten Gesprächsterminen. Den Auftakt machte die Ehrung für die im Einsatz verstorbenen Soldatinnen und Soldaten auf dem Ehrenhain im Camp Marmal unter Begleitung eines Militärpfarrers. Dieser Besuch war sicher mehr als eine notwendige Geste. Er hat gleich zu Beginn die Dimension des Afghanistan-Einsatzes zurecht gerückt. Und er hat in der relativen Sicherheit des Camps noch einmal die Gefahr des Einsatzes und damit die Gefahr für Leib und Leben der Soldatinnen und Soldaten verdeutlicht.

Im Anschluss haben der Kommandeur für das Regionale ISAF-Kommando Nord-Afghanistan (RC North), der deutsche Brigadegeneral Markus Kneip, mit seiner Führungscrew und der Staatssekretär im Verteidigungsministerium Thomas Kossendey ein Update über die Lage im RC North gegeben. Neben dem Überblick über die Aufgaben der Bundeswehr wurde dabei auch ausführlich die Einschätzung zur Sicherheitslage in Nord-Afghanistan diskutiert. In den nächsten Monaten wird es entscheidend darauf ankommen, den Aufbau und die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte in Armee und Polizei zu stärken und die Räume, in denen die Verantwortung für die Sicherheit auf die Afghanen übertragen wurde, gegen die Aufständigen zu sichern, deren Ziel es ist, das Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen Institutionen zu zerstören. Der Prozess der Übergabe von Verantwortung (Transition) war ein wichtiges Thema für die Abgeordneten. Denn schon im September stehen die nächsten Berichte über weitere „übergabefähige“ Regionen an. Vom nachhaltigen Erfolg dieses Prozesses wird es abhängig sein, inwieweit man verantwortlich weitere Truppen aus Afghanistan abziehen kann. Man muss aber auch einwenden, dass die Transition nicht allein sicherheitspolitisch definiert werden darf. Es muss auch um nachhaltige Fortschritte in der Entwicklung des Landes geben, damit die Afghanen auch irgendwann aus eigener wirtschaftlicher Kraft arbeiten können.

Besichtigung des Bergetrupps

Den nächsten Programmpunkt bildete der Besuch des Logistikbataillons, das aus einem Instandsetzungsteil, in dem defekte Fahrzeuge und andere Geräte instandgesetzt werden, und einem Nachschubteil besteht, der für die gesamte Versorgung mit Gütern innerhalb des Camps zuständig ist und u.a. auch die Feldpost transportiert und versendet. Das ist der Ort, an dem auch die Soldatinnen und Soldaten aus der Glückauf-Kaserne und damit aus meinem Wahlkreis Dienst getan haben. Nebenbei bemerkt waren für sie die klimatischen Bedingungen mit Temperaturen am Tag über 40 Grad deutlich anders als für ihre Nachfolger aus Bayern, die zwar während unseres Besuchs angenehme Temperaturen hatten, aber

Instandsetzungsmeile (im Hintergrund das Marmal-Gebirge)

schon bald das Camp für den strengen Winter sichern müssen. Bei diesem Besuch konnte ich eine ähnliche Formation wiedersehen, die ich auch schon bei den Vorbereitungen des Logistikbataillons auf dem Übungsplatz in Augustdorf gesehen hatte. Hierbei handelt es sich um einen Bergetrupp, der liegengebliebene oder verunfallte Fahrzeuge bergen und abtransportieren muss. Dabei übernehmen übrigens die Soldatinnen und Soldaten des Logistikbataillons selbst die Sicherung gegen mögliche Gefahren, was die Einsätze zu recht komplexen Angelegenheiten werden lässt.

 

Einen wichtigen Aspekt bildete die gesamte medizinische Versorgung im und durch das Camp Marmal. Unter deutscher Führung arbeitet ein multinationales und multiprofessionelles Team in einem nach meinem Eindruck hoch modernen Krankenhaus. Hier werden vorrangig die ISAF-Soldatinnen und Soldaten behandelt. Je nach Kapazität werden auch afghanische Sicherheitskräfte und Zivilisten behandelt. So wurde u.a. während unseres Aufenthalts ein afghanischer Säugling, der eine schwere Kopfverletzung erlitten hat, in dem Haus behandelt, bis er so weit stabilisiert ist, dass ein Krankenhaus in Mazar-i Sharif die Versorgung und Heilung übernehmen kann. Allerdings erfüllt das Krankenhaus, wie auch die medizinischen Stationen in den anderen Camps der Bundeswehr im Norden Afghanistans eine spezifische Funktion. Denn die chirurgische Erstversorgung findet immer in dem Krankenhaus statt, das einem Unfallort am nächsten liegt. In Mazar-i Sharif kann eine weitere, komplexere Behandlung erfolgen. Neun medizinische Fachrichtungen sind dort vertreten. Allerdings verbleiben die verwundeten Soldatinnen und Soldaten dort nicht immer bis zur vollständigen Genesung, weshalb das Haus auch relativ wenige Betten hat. Die meisten Schwerverletzten werden mit spezialisierten Hubschraubern oder Flugzeugen nach Termez in Usbekistan ausgeflogen, wo sie dann nach Deutschland weiter fliegen. Die hoch spezialisierten Medevac-Transporte sind eine besondere Fähigkeit, die die Bundeswehr im ISAF-Verbund einbringt. U.a. diese fliegenden Intensivstationen konnten wir bei einer Stippvisite beim Einsatzgeschwader der Luftwaffe in Masar-i Sharif besichtigen.

Lagerstrasse im Camp Marmal

Dieser Bereich ist auch ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit von deutschen und amerikanischen Streitkräften auf dem Camp, wie wir bei einem Besuch der 1. Air Cavalry Brigade der US Army erfuhren. Dort wurde der Wert der Zusammenarbeit mit den Deutschen betont. In der Diskussion wurde auch intensiv die Gestaltung des amerikanischen Abzugs aus Afghanistan erörtert. Bis Ende 2012 wollen die USA 33.000 Soldatinnen und Soldaten aus Afghanistan abziehen (zum Vergleich: das deutsche ISAF-Kontingent umfasst derzeit ca. 5.000 Soldatinnen und Soldaten). Aufgrund der internationalen Arbeitsteilung in den ISAF-Truppen ist es von großer Bedeutung, dass über die Gestaltung des Abzugs auch miteinander gesprochen wird, weil vom Abzug der Amerikaner auch der Abzug der Bundeswehr, dessen Beginn wir im Mandat für Ende diesen Jahres angepeilt haben, abhängig ist.

Rückflug mit der Transall nach Termez (UZB)

Bei meinem Besuch kam leider die zivile Seite des Afghanistan-Mandates etwas kurz, was Grund für eine weitere Reise wäre, aber zumindest für das Gespräch mit den Akteuren in Deutschland. Auswärtiges Amt, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und Bundespolizei berichteten dennoch im Rahmen des Aufenthalts über ihre Aktivitäten. Während es für das Auswärtige Amt eher um die Frage geht, wie staatliche afghanische Institutionen im Land gestärkt werden und eine demokratische Kultur, die mit unserer bei weitem nicht vergleichbar sein wird, entwickelt werden kann, kümmern sich die Entwicklungshilfeorganisationen in einem der am geringsten entwickelten Länder der Erde um nachhaltige Projekte, die den Afghanen zu eigener wirtschaftlicher Stärke verhelfen sollen. Dabei ist es wichtig, dass diese Arbeit auch nach 2014 fortgesetzt wird und die Federführung bei diesen Projekten bei den Afghanen liegt. Es seien zwar schon merkliche Erfolge erzielt worden, aber ein langfristiges Engagement ist auch nach Abzug der ISAF-Truppen nötig.

Der Reisebericht müsste eigentlich noch länger sein. Viel mehr Eindrücke aber auch offenen Fragen müssten besprochen werden. Dies werde ich sicher in der SPD-Fraktion und bei den Gesprächen im Wahlkreis noch einmal aufgreifen. Einige wenige Schlussfolgerungen sollen aber auch schon hier und unmittelbar nach Abschluss der Reise angerissen werden:

  1. Zunächst muss man einschränken, dass der Besuch zwar einen für mich intensiven Eindruck geboten hat, aber bei weitem nicht das gesamte Spektrum des Einsatzes und damit der Arbeit der Soldatinnen und Soldaten sowie der zivilen Organisationen abbilden konnte. Die relative Sicherheit im Camp Marmal darf nicht darüber hinweg täuschen, dass es in Kunduz und anderen Regionen erheblich gefährlicher ist und dass die Soldatinnen und Soldaten bei jedem Weg aus dem Camp heraus einer erheblichen Gefahr ausgesetzt sind, die ja auch zu schweren Schäden führen können. Von der militärischen Gefahr konnte man nur wenig konkret erfahren und wenn man ehrlich ist, kann das zumindest aus meiner Sicht auch nicht der Sinn einer solchen Delegationsreise sein. Denn der Sicherheitsaufwand wäre immens.
  2. Ich habe nur eine Seite des Auftrags in Afghanistan gesehen. Vielleicht war das für mich, der ich ja selbst nicht bei der Bundeswehr war, auch ganz hilfreich, um einen besseren Einblick zu bekommen. Aber zur Arbeit in Afghanistan gehört auch und vor allem der zivile Wiederaufbau, den die ISAF-Truppen absichern. Transition muss aus meiner Sicht neben den Sicherheitsaspekten eben auch die Perspektiven der Entwicklung beinhalten.
  3. Trotz dieser beiden Einschränkungen ist mein Respekt vor der Arbeit der Soldatinnen und Soldaten und der zivilen Kräfte noch einmal gewachsen. Ich habe zumindest eine Ahnung von der Schwere der Aufgabe und den Gefahren bekommen. Natürlich gilt allen, die sich persönlich in Afghanistan engagieren der Dank und der Respekt der Politik. In diesen Tagen wird viel über die Anschläge vom 11. September berichtet werden. Das ist auch richtig so. Vielleicht weckt das auch die Erinnerung, dass die UNO in der Resolution 1386 (2001) aufgrund dieser damaligen Ereignisse die Legitimation für das ISAF-Mandat geschaffen hat. Und vielleicht weckt das auch die Erinnerung daran, dass es in Afghanistan um Freiheit weit über Afghanistan hinaus geht.
  4. Bei den nächsten Mandatierungen durch den Bundestag ist neben den grundsätzlichen und immer wieder zu erwägenden Überlegungen zum ISAF-Mandat der internationale Kontext stärker zu beachten. Im Rahmen des Mandats arbeiten die Länder vernetzt miteinander. Jedes Land bringt seine Stärken ein. Deshalb muss der Übergabeprozess (Transition) und die weitere Perspektive des Abzugskorridors der internationalen Truppen international betrachtet werden. Eine Nation schaut darauf, was die andere tut. Die USA haben mit ihrem Abzugskorridor, den die SPD übrigens seit zwei Jahren auch für die Bundeswehr einfordert, wenn auch in anderer Form, einen Rahmen vorgegeben, da sie die größten Truppensteller sind. Das hat Auswirkungen auf die anderen Nationen und damit auch auf den Prozess in Afghanistan.

 

Oliver Kaczmarek im Gespräch mit dem Bürgermeister von Mini-Kamen

Der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek besuchte Anfang August das Feriendorf Mini-Kamen. Das Ferienspiel, das von dem Freizeitzentrum Kamen-Mitte gemeinsam mit dem Fachbereich Jugend, Schule und Sport der Stadt Kamen, der Sparkasse Kamen und einigen Kamener Unternehmen seit 2001 durchgefüht wird, lädt Kinder dazu ein, für zwei Wochen in einer eigenen kleinen Stadt zu leben. Mit eigener Bank, eigenem Café und eigener Zeitung lernen Kinder das Berufsleben kennen, da sie jeden Tag einer anderen Arbeit nachgehen können. Natürlich gibt es auch in Mini-Kamen Politik: einen Bürgermeister und mehrere Minisiter, die die Mini-Stadt organisieren. Oliver Kaczmarek traf den frisch gewählten Bürgermeister von Mini-Kamen, Eike Hüning, zu einem Plausch über das Alltagsleben in der Politik.

Oliver Kaczmarek: Herzlichen Glückwunsch zur Wahl, Eike! Womit bist du denn im Wahlkampf angetreten?

Eike Hüning: Danke! Eigentlich das Klassische: Höhere Löhne und besseres Arbeitsmaterial, z. B. für die Schreiner, da häufig das Schmiergelpapier fehlt. Außerdem werde ich mich dafür einsetzen, dass die überteuerten Preise in unserem Mini-Markt heruntergesetzt werden.

Oliver Kaczmarek: Interessant. Hast du auch schon eine Idee, wie man die Löhne steigern kann?

Eike Hüning: Hier in Mini-Kamen werden Arbeitsstunden im Halbstundentakt berechnet. Da aber gerade Schreinerarbeiten draußen in der Sonne sehr anstrengend sind, will ich, dass pro angefangene Viertelstunde abgerechnet wird.

Oliver Kaczmarek: Wie gehen die Einwohner von Mini-Kamen denn mit dir um? Merkst du einen Unterschied als Bürgermeister?

Eike Hüning: Nein, eigentlich geht es ganz normal weiter. Aber es wird schon häufiger gesagt: „Ah, da ist der Bürgermeister!“ Ich kenne hier aber auch schon viele, da ich schon seit mehreren Jahren bei Mini-Kamen dabei bin.

Oliver Kaczmarek: Ich habe gehört, dass du bald auch den richtigen, großen Bürgermeister der Stadt Kamen triffst. Was willst du mit ihm besprechen?

Eike Hüning: Ich werde ihm erzählen, was wir alles so gemacht haben und mal nachfragen, wie es denn im echten Leben so ist.

Oliver Kaczmarek: Was hast du denn in Mini-Kamen gemacht bevor du Bürgermeister wurdest?

Eike Hüning: Heute hatten wir nur Wahlkampf, gestern habe ich allerdings als Schreiner gearbeitet.

Oliver Kaczmarek: Wie lief denn der Wahlkampf? Was hast du denn so gemacht?

Eike Hüning: Ich habe mich zu Hause darauf vorbereitet, indem ich Fotos von mir gedruckt und mein Namen darunter geschrieben habe. Dann haben wir hier auch noch Plakate hergestellt und diese überall aufgehängt. Und vor allem habe ich mit vielen Leuten gesprochen. Aber irgendwie gab es dann einen kleinen Wettkampf mit den anderen Kandidaten. Jeder sagte, dass er dies oder jenes verändern will.

Oliver Kaczmarek: Man muss dann auch ein bisschen aufpassen, dass man nicht zu viel verspricht. Hinterher messen ein die Leute daran, was man zuvor gesagt hat.

Eike Hüning: Ja! Manche haben hier gesagt, dass sie die Übernachtungen billiger machen sollen. Das geht aber gar nicht, weil die Übernachtungen einiges kosten und ein bisschen muss daran ja auch verdient werden.

Oliver Kaczmarek: Aber anscheinend war das Interesse an der Wahl ja sehr groß. Eine Wahlbeteiligung von über 80% ist mehr als bei der Bundestagswahl. Ein gutes Zeichen für Demokratie in Mini-Kamen!

Eike Hüning: Ja, aber das war in den letzten Jahren auch schon so. Die Mini-Kamener interessiert es sehr, wie es hier weiter gehen soll.

Oliver Kaczmarek: Das ist gut. Wenn du da Ideen hast und Erfahrungen gesammelt hast, dann teile sie mir doch mit. Ich finde es wichtig, dass viele Menschen zur Wahl gehen, damit möglichst viele ihre Meinung zum Ausdruck bringen und die Zukunft mitbestimmen können. Aber zurück zu deiner künftigen Arbeit: mit deinen Ministern wirst du gut zurecht kommen?

Eike Hüning: Ich kenne manche persönlich, einige sind sogar meine Freunde, andere kenne ich aus den letzten Jahren. So wie ich sie kenne sind das sehr vernünftige Leute und ich hoffe, dass ich gut mit ihnen zusammen arbeiten kann.

Oliver Kaczmarek: Davon bin ich überzeugt! Ist denn Bürgermeister dein Traumberuf?

Eike Hüning: Naja. Ich war auch schon in den letzten Jahren Minister, das war auch toll. Aber am besten finde ich Zeitung. Zeitungen sind sehr interessant, wir hatten auch immer einen guten Betreuer.

Oliver Kaczmarek: Wie oft warst du denn schon dabei und willst du nächstes Jahr auch wieder mitmachen?

Eike Hüning: Dieses Jahr bin ich zum vierten Mal bei Mini-Kamen. Einmal darf ich noch mitmachen, da Mini-Kamen für Kinder von 6 bis 13 Jahren ist. Danach würde ich gerne als Betreuer dabei bleiben.

Oliver Kaczmarek: Herr Bürgermeister, ich wünsche dir eine spannende Amtszeit!

Eike Hüning: Vielen Dank! Ich bin gespannt.

Mehr Informationen zu Mini-Kamen auf der Website des JFZ Kamen.

Am 11. August heißt es für Paula Accordi aus Unna “Goodbye”.

,

Umfangreiche Vorbereitungen liegen hinter der Schülerin Paula Accordi des Ernst-Barlach-Gymnasiums, die auf Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek (SPD) am Austauschprogramm des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Kongresses teilnimmt.

(Von links nach rechts) Lioba Gierke, Schülerin des Friedrich-Bährens-Gymnasiums in Schwerte, die vor kurzem von einem Jahresaufenthalt im Rahmen des PPP aus Lawrence (US-Bundesstaat Kansas) zurück gekommen ist, Oliver Kaczmarek, MdB, Paula Accordi aus Unna.

Ab kommenden Donnerstag wird Paula Accordi ein Jahr lang Botschafterin Deutschlands und ihrer Heimatstadt Unna in den USA sein. Sie wird in einer Familie in der Stadt Madison leben, einer Universitätsstadt mit etwa 220.000 Einwohnern im Bundesstaat Wisconsin.
“Gespannt und bestimmt auch ein wenig aufgeregt hat sich Paula gut vorbereitet”, so der Abgeordnete, der sich vor wenigen Tagen mit seinen Stipendiatinnen zu einem Erfahrungsaustausch traf. Lioba Gierke, seit wenigen Wochen wieder zurück in Schwerte, berichtete über eine spannende Zeit, die viel zu schnell vorüber war, und hatte viele gute Tipps für Paula parat. Nun heißt es goodbye Paula und ich wünsche ihr eine gute Zeit; über’s Internet werden wir in Verbindung bleiben. Paula Accordi wird unter der Internetadresse www.paula-usa.de laufend über ihre Erlebnisse in den USA berichten.

Für das Austauschprojekt 2012-2013 hat sich der heimische Abgeordnete wiederum beworben. Das Bewerbungsverfahren für interessierte Schülerinnen und Schüler, junge Berufstätige bzw. Auszubildende läuft derzeit. Weitere Bewerbungen sind möglich und werden gerne entgegen genommen. Bewerbungsschluss ist der 02. September, Informationen und Bewerbungskarte zum Austauschprogramm gibt es unter www.bundestag.de/ppp oder im Unnaer Bürgerbüro von Oliver Kaczmarek: Untere Husemannstr. 38, 59425 Unna, Fon 02303 25314-30, Fax 02303 237218 oder E-Mail oliver.kaczmarek@wk.bundestag.de.
Die zuständigen Austauschorganisationen orientieren sich an den Wahlkreisnummern. Für Bewerber/innen aus dem Wahlkreis Kaczmarek, zu dem die Städte und Gemeinden Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Schwerte und Unna zählen, ist dies der Wahlkreis 145.

Lust auf was Neues: Videozusammenfassung der Innovationstour

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek besuchte letzte Woche im Rahmen seiner Sommertour „Lust auf was Neues? Innovation durch Bildung!“ u. a. Schulen und Unternehmen im Kreis Unna. Hauptthema war bei jedem Termin: Wie wichtig ist Bildung für Innovationen? In diesem Video fasst Oliver Kaczmarek die Ergebnisse zusammen.

Lesen Sie außerdem die ausführlichen Berichte über die Termine der Tour vom Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.

Artenvielfalt und Naturschutz in der Hellwegbörde – Mit dem Roten Rucksack unterwegs in Frömern

Die zweite Wanderung mit dem Roten Rucksack in diesem Jahr stand im Zeichen der Belange des Naturschutzes. Die Botschaft dabei war klar: in einer dicht besiedelten und kulturell überformten Landschaft müssen die verschiedenen Interessen von Siedlungsräumen, Landwirtschaft, Verkehr und Gewerbe berücksichtigt und teils auch Kompromisse geschlossen werden.

Der Weg führte durch den westlichen Rand des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde von Frömern zum Babywald nahe Kessebüren. Die Führung hatte Anke Bienengräber vom Naturschutzbund Deutschlands im Kreis Unna übernommen. Sie hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur viele Pflanzen- und Tierarten erläutert sondern auch immer wieder den Blick dafür geöffnet, wo die Belange des Naturschutzes betroffen sind und damit auch die Rahmenbedingungen für das gesamte Ökosystem in Gefahr geraten. So ging es beispielsweise um Ackerrandstreifen, Abflussmöäglichkeiten für Regenwasser, Rückzugsgebiete für diverse Vogelarten oder die Auswirkungen von Monokulturen in Waldgebieten. Auch die Frage, welche Auswirkungen die nun beschlossene Energiewende und der damit verbundene massive Ausbau des Energienetzes sowie der erneuerbaren Energien auf den Naturschatz habe, wurde erörtert. Die Botschaft dabei ist klar: beim Naturschutz geht es letztlich nicht allein um die Schutzbelange von Flora und Fauna sondern um den Erhalt eines funktionierenden Ökosystems und damit des natürlichen Lebensraums von Menschen in jeder Hinsicht.

Hier einige Impressionen von der Wanderung am 16.7. (Zur Vergrößerung bitte auf die Bilder klicken):

 

Lust auf was Neues (Donnerstag): Diskussion mit Wissenschaftsministerin Schulze

Der letzte Tag der Sommertour „Lust auf was Neues? Innovation durch Bildung“ wurde durch eine Diskussionsveranstaltung mit Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, abgeschlossen. Gemeinsam mit Vertretern von innovativen Unternehmen im Kreis Unna wurde der Zusammenhang zwischen Innovation und Bildung erläutert und aufgezeigt.

„Trotz schwieriger Haushaltssituation und zurückgehender Schülerzahlen: die Bildungsausgaben wurden und werden von der NRW-Landesregierung nicht gekürzt“, betonte Wissenschaftsministerin Schulze direkt zu Beginn der Veranstaltung. Denn, da waren sich vermutlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, der Zusammenhang zwischen Bildung und Innovation ist groß. Innovationen entstünden schließlich in den Köpfen der Belegschaft, erläuterte Bernd Feldmann, Standortleiter der Kalka Bildungsgesellschaft Logistik Campus NRW (Tochter der TÜV NORD Bildung GmbH & Co. KG). Die Hochschullandschaft im Ruhrgebiet sei ein enormer Vorteil, der die Suche nach guten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtert.

Dr. Christian Rose, Geschäftsführer der Bio-Security, ein Kompetenzzentrum für biologische Sicherheit, war ebenfalls vor Ort. Am Vormittag besuchte der Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek die „Ideenschmiede“. Auf 14.000 Quadratmeter wurde ein zusätzliches innovatives Gründerzentrum geschaffen, das jungen Entrepreneuren und Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit des Markteintritts gibt. Bio-Security befindet sich in der Gemeinde Bönen, die wie wohl prototypisch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet steht. Durch den Wegfall des Bergbaus entstanden in den letzten zwei Jahrzehnten viele neue Industrien, die auch dem Mitte der 1990er Jahre beschlossenem Autobahnanschluss und der hervorragenden Arbeit zwischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Unna, dem Kreistag und der kommunalen sozialdemokratischen Politik geschuldet sind. Bio-Security wurde in Zeiten der Lebensmittelskandale (Stichwort: BSE) gegründet und setzt den Fokus auf Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Durch EU- und Landesförderungen fand 2004 der Baubeginn des Kompetenzzentrums statt –  mittlerweile ist das Zentrum mit 27 innovativen Unternehmen zu 85% ausgelastet. Es unterstütz die Unternehmen beim Markteintritt: Behördengänge, Hilfe bei der Beschaffung von Kapital und überzeugt vor allem durch das gebotene Netzwerk.

Die Eindrücke vom Vormittag bestätigten sich auch bei der Diskussionsveranstaltung: Dr. Michael Dannebom, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Unna, unterstrich die Bedeutung der Netzwerke. Denn: Erneuerungen schaffen ist das eine, diese aber dann auch auf den Markt zu bringen ist deutlich schwieriger. Die WFG könne, so Dannebom, die Unternehmen nicht zu Innovationen tragen, aber die großen Megatrends beobachten und dementsprechend durch Rahmenbedingungen Schwerpunkte setzen. Eine innovative Infrastruktur sei dabei ein zentraler Punkt. Doch ein guter Standort bringt nur viel, wenn es auch gute Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ort gibt. „Wer aufhört zu lernen, schreitet zurück“, verdeutlichte Bernd Feldmann von der Kalka Bildungsgesellschaft die Notwendigkeit von Investitionen in Bildung.

„Innovation braucht Pioniere, Neugier, Bildung, eine entsprechende Unternehmenskultur und gute Politik“, fasst der SPD-Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek die Innovationstour zusammen. Und genau das haben die Termine am Montag, Dienstag, Mittwoch und heute auch gezeigt.